In 10 Schritten zum perfekten Date mit Smart Home

• Patty Kemnitz • Keine Kommentare • 

DAS perfekte Date! Jeder ging schon einmal mit dieser Vorstellung zu einer Verabredung mit der oder dem Unbekannten und die Erwartungen wurden mit ein wenig Glück auch erfüllt. Das perfekte Date bedeutet natürlich für jeden etwas anderes. Wir zeigen jedoch, wie man mit Hilfe von smarten Technologien seinem Glück auf die Sprünge helfen kann.

Nummer 1: Katharina und Daniel sitzen gemütlich beim Italiener und verstehen sich auf Anhieb blendend. Das scheint ein netter Abend zu werden und eventuell verbringen sie den ganzen Abend gemeinsam. Mit Schrecken erinnert Daniel sich, dass der Kühlschrank zu Hause recht leer ist. Dank der integrierten Kamera kann er zum Glück direkt nachsehen. Der Anblick ist ernüchternd: Zwei Flaschen Bier, ein Joghurt und ein halbes Glas Oliven. Also schnell unauffällig das Handy gezückt um Trauben, Wein und das Frühstück für den nächsten Tag zu bestellen.

Nummer 2: Das war ein tatsächlich wunderbarer Abend beim Italiener! Katharina begleitet Daniel noch auf ein Glas Wein zu ihm nach Hause. Er wirft ein Blick auf sein Handy und sichert sich eben das nächste Mietauto, welches glücklicherweise an der nächsten Straßenecke wartet.

 

 

Nummer 3: Während die beiden im Auto an der roten Ampel stehen, kann Daniel mit einem Klick auf seine Smartphone-App schon mal die Fußbodenheizung im gesamten Haus anschalten. Dann ist es gleich wohlig warm, wenn die beiden nach Hause kommen und Katharina bekommt keine kalten Füße – im doppelten Sinne 😉

 

Nummer 4: Auch das Licht kann er bereits aus der Entfernung einschalten. So kann er Katharina erst einmal ganz in Ruhe aus der Jacke helfen sobald die Tür geöffnet ist und das Haus erstrahlt im romantischen Licht.

 

 


Nummer 5: Nach einem kurzen Rundgang durch das Haus lassen sich die beiden mit einem Gläschen Wein auf der Couch nieder. Katharina berichtet von ihrer letzten Reise und auch Daniel hat viel zu erzählen. Was jetzt noch fehlt? “Alexa, spiele bitte die neue „Kuschelrock“ ab.”

 


Nummer 6: Obwohl sich in Daniels Haus kein Kamin befindet, kann er bei seinem Date das Feuer knistern lassen. Mit seinem Smart Tv ist das kein Problem und für die Wärme sorgt bereits die Fußbodenheizung.

 

 

Nummer 7: Als draußen etwas umfällt, erschrickt Katharina. Und schon ist es passiert: Der Wein verteilt sich über den teuren Teppich. Katharina ist das furchtbar unangenehm. Sie besteht darauf, das Ihrer Haftpflichtversicherung zu melden. Zwischendurch schaut Daniel auf seinem Smartphone nach, welchen Eindringling die Überwachungskamera im Garten überrascht hat. Ach so: Es war nur Nachbars Katze.

 

Nummer 8: Am nächsten Morgen öffnet Daniel bereits vor seiner Liebsten die Augen. Um sie nicht zu wecken, startet er via Smartphone bereits aus dem Bett heraus die Kaffeemaschine. Während Katharina langsam vom Kaffeeduft erwacht, kann er jetzt schnell losflitzen und ihr eine Tasse des heißen Muntermachers ans Bett bringen.

 

Nummer 9: Dank des smarten Thermostats, welches Daniel über eine App auf seinem Smartphone perfekt einstellt, kann Katharina ohne langes Warten gleich eine schöne warme Dusche genießen.

 

 

 

Nummer 10: Das war ein Date, wie es im Bilderbuch steht. Damit Katharina in Zukunft in seinem Haus ein und aus gehen kann, ermöglicht er ihr Zutritt über sein smartes Türschloss. Einfach mit dem Finger über das Smartphone wischen und schon macht es Klick und die Tür öffnet sich!

 

 

Wenn ein Date ganz besonders gut lief, wie das von Katharina und Daniel, kann man mit Hilfe eines 3D-Druckers direkt den Verlobungsring nach eigenen Wünschen erstellen lassen 😉

 

 

 

Natürlich ist ein perfektes Date auch ohne technische Unterstützung möglich. Jedoch gibt es eine Menge kleiner digitaler Helfer, die dem Glück auf die Sprünge helfen können. Wir drücken allen Lesern, die ihr fehlendes Puzzleteil noch nicht gefunden haben, die Daumen für viele tolle Dates und ein Happy End! 🙂

Digital Bancassurance – Warum Banken mit Insurtechs kooperieren

• Patty Kemnitz • Keine Kommentare • 

Die Evolution des Online-Bankings ist in aller Munde. Immer mehr Startups der Insurtech- und Fintech-Branche erscheinen auf der Bildfläche. Wir erklären die Zusammenhänge und erläutern den Begriff “Digital Bancassurance”.

Die Anforderungen an das alltägliche Leben haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark verändert. Während noch vor 10 Jahren die gesamte Finanzsituation und der Versicherungsbedarf mit Herrn Schneider in der Bankfiliale besprochen wurde, wird jetzt nach individuellen und smarten Lösungen gesucht. Diese werden meist digital gefunden. Man will eine Auskunft in dem Moment, wo man sie braucht. Also auch am Sonntagabend um 22 Uhr. Die Versicherungen sollen zur individuellen Lebenssituation passen und sich auch dementsprechend verändern können.

Bancassurance – Schnee von gestern?

Hier setzt Digital Bancassurance im Online-Banking an. Das Thema Bancassurance (auch: Allfinanz) ist ursprünglich ein alter Hut und beschreibt den Vertrieb von Versicherungsprodukten durch Banken und Sparkassen. Banken haben bereits seit Jahren ihre festen Kooperations- bzw. Versicherungspartner, deren Policen sie an ihre Kunden vermitteln.

Denn für den Abschluss einer Versicherung ist man bisher immer direkt zum Versicherungsvertreter oder eben in die Bank zum Herrn Schneider gegangen. Digital Bancassurance ist dann einfach der selbe Prozess in digital, oder?

Fast! In der Theorie bedeutet es, dass Banken mit Versicherungen, Maklern, Fintechs oder Insurtechs kooperieren, um das Beste aus allen Welten zu vereinen. In der Praxis können wir den Trend erkennen, dass Banken verstärkt mit Insurtechs, wie Friendsurance, zusammenarbeiten.

Online & individuell

Wie bereits in der Einleitung angesprochen, wachsen die Bedürfnisse der Generationen stetig. Ohne einen Fuß aus der Tür zu setzen, kommen Lebensmittel, Kleidung und die neueste Technik zu jedem nach Hause. Wie wäre es also, wenn man direkt online gesagt bekommt, ob der bestehende Versicherungsvertrag gut ist oder wo man eine noch bessere Absicherung benötigt? Laut GDV hat jeder Kunde 5 Versicherungsverträge. Es kann also bei einer Veränderung der Lebenssituation sinnvoller sein, die 5 Versicherungen an die neue Situation anzupassen, als noch eine sechste Versicherung abzuschließen. Denn darum geht es: Die Kunden wollen ihre Versicherungen immer auf dem aktuellen Stand wissen und Schwachstellen aufgezeigt bekommen um im Bedarfsfall bestmöglich abgesichert zu sein. Ähnlich wie bei einem Arztbesuch: EIn Patient fühlt sich bei dem Arzt besser aufgehoben, der ihn untersucht und sagen kann, was ihm fehlt, als bei dem, der ihm möglichst viele Medikamente verschreibt. So entsteht Vertrauen!

Das liegt an einem wesentlichen Aspekt der Digital Bancassurance: Customer Centricity. Customer Centricity beschreibt eine Unternehmensstrategie, bei der nur der Kunde und seine Anforderungen im Fokus stehen (#customerfirst). Das Hauptinteresse liegt auf dem Kunden und nicht auf dem Produkt. Denn jeder einzelne Kunde ist individuell und hat andere Bedürfnisse und soll deshalb auch individuell angesprochen werden. Für große Unternehmen, wie Banken, ist dies in der Praxis oft schwer umzusetzen.

Digital Bancassurance ist ein Schulterschluss aus der Beratungsleistung, wie sie Berater erbringen und der digitalen Welt der Insurtechs. Für die Banken trägt es zu einer Erhöhung ihrer digitalen Sichtbarkeit bei und wird zu einer zunehmenden Nutzung von Online-Banking führen.

Bei Digital Bancassurance steht zwar die Erreichbarkeit des Kunden über alle Kanäle im Vordergrund, dennoch ist es wichtig, dass es “menschelt” und der Kunde individuell beraten wird.

Knapp bei Kasse? Das sind die Top 10 der Geldspritzen

• Patty Kemnitz • Keine Kommentare • 

Die Freude über einen unerwarteten Geldsegen ist immer groß! Kleine oder größere Geldspritzen erreichen uns alle auf den verschiedensten Wegen: Das sparsame Heizen wird endlich mit einer Nebenkostenrückzahlung belohnt oder es gibt einen Fünfziger von der Oma zum Geburtstag. Doch in welchen Bundesländern sind Geldgeschenke überhaupt üblich? Aufschluss geben die Ergebnisse der von Friendsurance in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage.

Bei unserer Umfrage wurden 1001 Personen ab 18 Jahren befragt, ob und mit welchen Geldspritzen sie sich über eine Aufbesserung ihrer Haushaltskasse freuen konnten. Berücksichtigt wurden alle Zusatzeinnahmen ab 10 Euro. Knapp zwei Drittel aller Befragten konnten sich im letzten Jahr über ein paar Extra-Einnahmen freuen. Grund genug für uns diese Geldspritzen mal genauer zu erfragen. Schließlich haben Friendsurance-Kunden mit dem Schadensfrei-Bonus ebenfalls die Chance auf eine Bonuszahlung im Januar jeden Jahres.

Geldspritzen – Wo ist am meisten zu holen?

Das meiste Geld gibt es tatsächlich über die Steuererklärung zurück. Ganze 29% der Befragten erhielten im vergangenen Jahr vom Finanzamt Geld zurück.
Doch auch die Rückzahlung durch Gas- oder Stromanbieter bessert bei vielen die Haushaltskasse noch einmal ordentlich auf. Der bewusste Umgang mit diesen Ressourcen schont Umwelt und Geldbeutel – perfekt!
Auch Geldgeschenke zählen mit zu den häufigsten Geldspritzen der Befragten. Vor allem bei jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren sind Geldgeschenke populär. Doch auch bei den 30- bis 44-Jährigen gab jeder Dritte an, in den letzten Monaten Geld geschenkt bekommen zu haben.

Bonuszahlungen vom Arbeitgeber können den Kontostand ebenfalls positiv beeinflussen. Ganze 14% haben im letzten Jahr einen Bonus bekommen. Jeder Zehnte konnte sich über eine Auszahlung aus dem Bonusprogramm einer Versicherung oder Krankenkasse freuen. Vor allem Besserverdiener mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro nehmen solche Bonusprogramme gerne wahr (14%). Bei Familien mit einem geringeren Haushaltsnettoeinkommen (unter 1.500 Euro) sind es hingegen nur 6%. Doch gerade diese Familien sollten sich die Chance auf zusätzliche Einnahmen nicht nehmen lassen. Das sagt auch unser Geschäftsführer Tim Kunde. Und hier kommt Friendsurance ins Spiel: Mit Friendsurance gibt es bei Schadensfreiheit eine Bonuszahlung und somit erhöht sich die Chance auf eine Aufbesserung der Haushaltskasse am Jahresanfang maßgeblich.

Sind Deutsche die großen Gewinner?

Laut den Ergebnissen unserer Studie haben gerade mal 7% der Befragten im vergangenen Jahr einen Geldgewinn von mehr als zehn Euro verbuchen können. Also lautet die Antwort doch eher nein. Männer haben jedoch mit 8% im Vergleich zu den Frauen mit 5% beim Glücksspiel das glücklichere Händchen.
Nach der Geldspritze durch Geldgewinne folgen nur noch Erstattungen für Bahn- oder Flugverspätungen und geerbtes oder gefundenes Geld.

Wo gibt es häufiger Geld geschenkt?

Die Umfrage hat ebenfalls ergeben, dass Geldgeschenke in den westlichen Bundesländern weitaus üblicher sind als im Osten. In NRW bekam beinahe jeder Dritte Geld geschenkt, im Saarland hingegen war es nur jeder Zehnte. Mit Hessen, Bayern, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz führen wirklich nur westliche Bundesländer das Ranking an. Erst auf dem sechsten Platz folgt Mecklenburg-Vorpommern als erstes der neuen Bundesländer. Warum das so ist, darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht erfreuen sich die Menschen dort einfach eher an persönlichen Geschenken – Wer weiß? 😉

Fakt ist, dass sich jeder von uns über einen kleinen finanziellen Zuschuss freut. 🙂 Wann haben Sie das letzte Mal eine Geldspritze erhalten und warum? Wir freuen uns über Ihre persönlichen Erfahrungen!

Die Pflege-Checkliste: Meine Eltern sind pflegebedürftig – Wie kann ich helfen?

• Patty Kemnitz • Keine Kommentare • 

Wenn die eigenen Eltern plötzlich pflegebedürftig werden, wird die gesamte Familie vor eine Herausforderung gestellt. Doch noch schwieriger ist es, wenn sie mehrere Hundert Kilometer entfernt leben und eine tägliche Pflege unmöglich umsetzbar ist. Wir geben eine hilfreiche Checkliste an die Hand, wie Sie Ihre Eltern bestmöglich unterstützen können und zeigen Ihnen die unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten auf.

Inhalt:

  1. Erste Schritte
  2. Der Pflegegrad
  3. Kostenfrei: Ihre Pflegefachberatung
  4. Welche Versorgungsform ist die Passende?
  5. Finanzen: Welche Unterstützung bietet der Staat?
  6. Trends & Alternativen

1. Erste Schritte

Jeder weiß, dass auch die eigenen Eltern früher oder später ein Alter erreichen werden, in dem sie auf fremde Hilfe, am besten natürlich die der eigenen Kinder, angewiesen sein werden. Doch wie soll das funktionieren, wenn man selbst am anderen Ende Deutschlands wohnt und die Geschwister womöglich sogar auf der ganzen Welt verteilt leben? In Zeiten weiter fortschreitender Globalisierung ist das längst keine Zukunftsmusik mehr.

Die erste Hürde besteht bereits darin überhaupt einmal festzustellen, dass die eigenen Eltern es nicht mehr allein schaffen, sich gegenseitig und auch sich selbst zu pflegen. Nicht immer sind Erkrankungen ursächlich für sinkende Selbstständigkeit im Alter. Betroffene gestehen sich diese Schwierigkeiten oftmals nicht ein und winken Fragen nach ihrem Gesundheitszustand ab. Daher sollten sich deren Kinder an Nachbarn, Freunde und Bekannte ihrer Eltern wenden, die in näherer Umgebung wohnen und eine realistische Einschätzung abgeben können.

Wenn es Hinweise auf einen steigenden Pflegebedarf gibt, hilft nur ein offenes Gespräch mit den Eltern weiter. Signalisieren Sie Ihren Eltern, dass Sie sich um sie sorgen. Vielleicht haben Ihre Eltern bereits selbst in Erwägung gezogen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Erfragen Sie Gedanken und Ängste, die sie möglicherweise vor einer ungewissen Zukunft haben. Haben sie bereits ein ganzes Leben in ein und dem selben Haus verbracht, wollen Sie dieses womöglich nicht aufgeben. Daher sollten Sie ganz genau beraten, welche Möglichkeiten einer Unterstützung es gibt und ob ein Umzug in Frage kommt.

Zu dieser Gelegenheit kann ein Familienrat einberufen und gemeinsam besprochen werden, welche Möglichkeiten es für die pflegebedürftigen Eltern gibt. Folgende Fragen sollten dabei angesprochen werden:

  • Kann jemand von den Nachbarn mit den Einkäufen helfen?
  • Wer schaut ab und zu nach dem Rechten?
  • Wer begleitet die beiden zu Arztbesuchen und Behördengängen?

All diese Fragen sollten beantwortet werden können, bevor man die Entscheidung fällt, ob man einen professionellen Pflegedienst oder gar einen Umzug in Erwägung zieht.

Des Weiteren sollten auch wichtige Dokumente wie die Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und die Betreuungsverfügung ins Visier genommen werden.

Mit einer Vorsorgevollmacht kann eine Person eine andere Person bevollmächtigen bestimmte Aufgaben in dessen Willen zu übernehmen. Das heißt diese Person entscheidet für den Vollmachtgeber. Daher sollte eine Vorsorgevollmacht nur erteilt werden, wenn man dem Bevollmächtigten bedingungslos vertraut.

Ähnlich verhält es sich mit der Patientenverfügung, die sich auf medizinische Maßnahmen bezieht. Oftmals steht dies im Zusammenhang mit der Entscheidung, ob lebensverlängernde oder -erhaltende Maßnahmen getroffen werden sollen. Ein enges Vertrauensverhältnis zum Bevollmächtigten ist auch hier unausweichlich.

Im Gegensatz zur Vorsorgevollmacht und zur Patientenverfügung, wird die Betreuungsverfügung vor Gericht durchgesetzt. Sie ist für den Fall gedacht, wenn jemand aufgrund eines Unfalls oder Schlaganfalls plötzlich nicht mehr selbst entscheiden kann.   Normalerweise stellt das Betreuungsgericht einen Betreuer, der dann für den Betroffenen entscheidet, wenn seine Entscheidungsfähigkeit durch Koma oder Demenz auf lange Sicht beeinträchtigt ist. In einer Betreuungsverfügung kann im Vorhinein festgelegt werden, welche Wünsche und Vorstellungen im Eintrittsfall berücksichtigt werden sollen und der Betroffene kann die Person als Betreuer eintragen, die er sich wünscht. Sie bietet also eine Art Absicherung für den Fall, dass man für längere Zeit eine rechtliche Betreuung benötigt.

2. Der Pflegegrad

In Deutschland gibt es seit 2017 fünf Pflegegrade (früher: Pflegestufen), die die Pflegebedürftigkeit des Betroffenen von Pflegegrad 1 (Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit) bis Pflegegrad 5 (Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung) einteilen.

Quelle: www.vdk.de, Artikel “Von der Pflegestufe zum Pflegegrad“, Stand Juli 2017

Um feststellen zu können, wie hoch der Pflegebedarf einer Person ausfällt, ist das Führen eines Pflegetagebuchs hilfreich.

Darin wird festgehalten, wie viel Zeit am Tag für die Pflege des Pflegebedürftigen aufgewendet werden muss. Es kann also durch Angehörige oder auch nahestehende Bekannte geführt werden, sollte keiner der Angehörigen in der Lage sein, die tägliche Pflege zu übernehmen und die Zeiten festzuhalten. Es soll der Zeitaufwand erfasst werden, der zur Unterstützung bei der Körperpflege (u.a. Waschen, Duschen, Zahnpflege, Darmentleerung), Mobilität (u.a. Aufstehen, An- und Auskleiden, Gehen, Treppensteigen), Ernährung (u.a. Zubereitung und Aufnahme der Lebensmittel) und hauswirtschaftlichen Versorgung (u.a. Einkaufen, Kochen, Wohnungsreinigung, Spülen) benötigt wird. Reicht eine stundenweise Unterstützung aus oder ist eine umfassende Pflege notwendig?

Diese Vorgänge sollten minutenweise und mit benötigtem Unterstützungsaufwand erfasst werden, denn das Pflegetagebuch bietet eine entscheidende Hilfe für den Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), der die individuelle Pflegebedürftigkeit feststellen soll. Wenn ein Antrag auf einen Pflegegrad bei der Pflegekasse gestellt wird, beauftragt diese den MDK damit, den Pflegegrad festzustellen.

Diese Einschätzung des MDk ist sehr wichtig, da auf Basis des Pflegegrades die finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse berechnet wird.

Der Bescheid über die Entscheidung der Pflegekasse wird dem Pflegebedürftigen schriftlich zugestellt. Wenn der Pflegebedürftige und/oder seine Angehörigen mit der Einschätzung nicht einverstanden sind, haben sie die Möglichkeit, innerhalb von 4 Wochen einen Widerspruch einzulegen.

3. Kostenfrei: Ihre Pflegefachberatung

Jeder Pflegebedürftige und seine Angehörigen haben das Recht auf eine kostenfreie Pflegefachberatung. Um einen möglichst für alle passenden Termin zu finden, empfehlen wir, den Antrag auf eine Pflegefachberatung zeitgleich mit dem Antrag auf einen Pflegegrad zu stellen. Gerade wenn Sie weit von Ihren Eltern entfernt wohnen, erleichtert eine langfristige Planung den eigenen Alltag.

In der Pflegefachberatung können Sie alle Ihre Fragen um die Pflege Ihrer Eltern stellen. Ziel des Gesprächs ist es, eine klare Vorstellung davon zu haben, wie es in Zukunft mit der Pflege Ihrer Eltern vorangehen soll um anstehende Entscheidungen leichter fällen zu können. Daher sollten Sie sich gut auf das Gespräch vorbereiten. Sollte es zum Gesprächszeitpunkt bereits ein Pflegegutachten geben, nehmen Sie es gern mit.

Berichten Sie in der Beratung von gegebenenfalls bereits mit dem Familienrat beschlossenen Entscheidungen. Nutzen Sie das wertvolle Gespräch für viele Fragen und machen Sie sich Notizen um im Nachhinein nichts zu vergessen.

4. Welche Versorgungsform ist die Passende?

Zu entscheiden, wie bzw. wo die Pflege der eigenen Eltern stattfinden soll, wenn man selbst nicht täglich unterstützen kann, ist die wohl schwierigste Aufgabe. In vielen Fällen wohnen die Eltern bereits mehrere Jahrzehnte in ihrer Wohnung oder ihrem Haus und sind in ihrem Umfeld fest verwurzelt. Sei es die Kirchengemeinde, die Bingo-Runde oder der nette Bäcker nebenan — das aufzugeben scheint für viele Betroffene unmöglich.

Ambulante Pflege

In diesen Fällen ist die ambulante Pflege die naheliegendste Variante. Dabei kann die Pflege zu Hause sowohl von den Angehörigen als auch vom externen Pflegedienst durchgeführt werden und die Betroffenen werden nicht aus ihrer gewohnten Umgebung herausgegerissen.
Für Kinder, die aufgrund von Familie, Job etc. nicht mehr in der Nähe ihrer Eltern wohnen ist das sehr erleichternd. Es können individuelle Absprachen mit dem Pflegedienst getroffen werden, wie oft dieser die Eltern aufsucht, welche Pflegeaufgaben er tatsächlich übernimmt und dass er im Falle einer Verschlechterung des Zustandes auch die Kinder informiert. Zusätzliche Aufgaben wie das Einkaufen können zusätzlich vereinbart werden, wenn keine Bekannten im Umfeld unterstützen können. Eine umfassende ambulante  Pflege durch den externen Pflegedienst ist vor allem bei den Pflegegraden 1 bis 3 um einiges günstiger als die Unterbringung in einem Pflegeheim. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Angehörigen, wenn sie zu Besuch sind, die gemeinsame Zeit mit den pflegebedürftigen Eltern für schöne Freizeitaktivitäten und Spaziergänge nutzen können.

Neben dem ambulanten Pflegedienst können auch Angebote wie die Nachbarschaftshilfe, der Essensdienst (z.B. Essen auf Rädern) oder die Lieferdienste der Supermärkte Ihren Eltern helfen, möglichst lange in Ihrer Wohnung zu bleiben.

Jedoch sollte beachtet werden, dass mit fortschreitendem Pflegegrad das Wohnen in den eigenen vier Wänden schwierig werden kann, wenn die Mobilität nachlässt. Die Wohnung bzw. das Haus muss umgebaut und barrierefrei ausgestattet werden und das kann ganz schön teuer werden.

Betreutes Wohnen

Eine weitere Wohnform ist das betreute Wohnen. Hierbei leben die Pflegebedürftigen ebenfalls in eigenen Appartements, die oft auf dem Gelände oder in der Nähe von Alten- und Pflegeheimen angesiedelt sind. Den Bewohnern ist es jedoch möglich ein weitestgehend selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Wohnungen sind altersgerecht angepasst (Aufzug, barrierefrei) und sie haben jederzeit die Möglichkeit professionelle Pflegeunterstützung in Anspruch zu nehmen. Über spezielle Hausnotrufsysteme können sie auch im Notfall schnell Hilfe bekommen. In manchen Einrichtungen gibt es gemeinsame Freizeitangebote oder sogar Mahlzeiten um die sozialen Kontakte untereinander zu fördern und Einsamkeit entgegenzuwirken. Wenn ein Elternteil bereits verstorben ist und die Kinder weit entfernt leben, ist es für die hinterbliebenen Partner oft schwierig am sozialen Leben teilzunehmen und sie werden einsam. In diesen Fällen macht die Aufgabe des Eigenheimes und der Umzug in ein betreutes Wohnen oftmals Sinn.

Ein großer Pluspunkt des betreuten Wohnens sind angebotene Fahr- und Begleitdienste, Serviceleistungen (z.B. Wäsche und Reinigung) und Behörden- und Botengänge.

Jedoch ist das betreute Wohnen oft teurer als die ambulante Pflege im eigenen zu Hause, denn die Mietkosten sind höher als in normalen Wohnungen. Ein Umzug ist ebenfalls erforderlich.

Senioren-WG

In einer Senioren-WG leben, wie der Name schon vermuten lässt, mehrere ältere Menschen in einer Wohngemeinschaft zusammen. Jeder hat sein eigenes Zimmer, Küche und Bad werden gemeinsam genutzt. Sie leben hier selbstbestimmt zusammen und gestalten ihren Alltag gemeinsam. Auch diese Wohnform schützt sehr gut vor Vereinsamung im Alter.

Mitbewohner, die pflegebedürftig sind, können von einem ambulanten Pflegedienst unterstützt werden. Ansonsten können sich die Senioren untereinander helfen und ihre Stärken und Fähigkeiten ausnutzen. Der reine Mietpreis ist, wie in WGs üblich, günstiger als ein eigenes Appartement.

Pflegeheim

Erkrankungen und dringend benötigte medizinische Versorgung machen einen Umzug in ein Pflegeheim oft unausweichlich. In manchen Fällen reicht eine teilstationäre Pflege aus, z.B. als Tages- oder Nachtpflege und den Rest der Zeit verbringt der Senior zu Hause. Aufgrund vieler medizinischer Anforderungen und einer hohen Pflegebedürftigkeit führt bei kranken Patienten kein Weg an einem Pflegeheim vorbei. Die Vorteile eines Pflegeheims liegen auf der Hand: Der Pflegebedürftige ist in guten Händen und wird rund um die Uhr betreut. Die Angehörigen, vor allem wenn sie nicht in der unmittelbaren Nähe wohnen, werden stark entlastet. Auf der anderen Seite ist die Unterbringung in einem Pflegeheim sehr teuer und Angehörigen haben oft das Gefühl, ihre Lieben “abzuschieben“.

5. Finanzen: Welche Unterstützung bietet der Staat?

Doch wie können die hohen Pflegekosten durch die ambulante Pflege oder auch die Unterbringung im Pflegeheim gestemmt werden?

Die gesetzliche Pflegeversicherung unterstützt im Eintrittsfall mit dem Pflegegeld, der Pflegesachleistung oder einer Kombinationsleistung aus beiden Komponenten.

Das Pflegegeld kann in Anspruch genommen werden, wenn die Pflege im eigenen Zuhause durch einen Angehörigen oder eine andere nahestehende Person übernommen wird. Es wird jedoch nur ausgezahlt, wenn die Versorgungsqualität durch einen externen Dienst überprüft wurde. Der Pflegebedürftige kann seinen pflegenden Helfern das Pflegegeld als Anerkennung für ihre Mühe und Unterstützung auszahlen.

Da es leider nicht allen Angehörigen möglich ist ihre Elter bzw. Verwandten selbst zu pflegen, kann die Pflegesachleistung in Anspruch genommen werden. Hierbei übernimmt ein, durch die Pflegekasse anerkannter, ambulanter Pflegedienst die Versorgung. Diese Leistung umfasst sowohl die pflegerische als auch die betreuerische Versorgung des Pflegebedürftigen.

Wenn sich die Angehörigen die Versorgung mit dem ambulanten Pflegedienst teilen, ist auch eine Kombinationsleistung aus Pflegegeld und Pflegesachleistung möglich. Leider reicht die Unterstützung der Pflegekasse nur in den seltensten Fällen aus um die gesamten Pflegekosten zu decken. Die Restkosten müssen dann vom Pflegebedürftigen selbst und seinen Angehörigen getragen werden. Mit einer Pflegezusatzversicherung kann daher bereits im Vorfeld vorgesorgt werden.

Quelle: www.pflege.de, Artikel zu Pflegegrade, Stand Juni 2017

In unserem Ratgeber zum Thema Pflegeversicherung geben wir Ihnen eine detaillierte Übersicht über alle Leistungen, die Sie in Anspruch nehmen können und geben Ihnen Tipps, wie Sie mit Hilfe einer Pflegeversicherung die sog. “Pflegelücke” schließen können. Dort erfahren Sie auch, wie Sie als Angehörige mit der Familienpflegezeit einen Anspruch auf eine teilweise oder gänzliche Freistellung zur Pflege Ihrer Eltern nutzen können. Wenn Sie also nicht die Möglichkeit haben Ihre Eltern mehrmals im Monat zu besuchen, können Sie sich eine Auszeit nehmen, um für sie da zu sein und sie zu unterstützen.

6. Trends & Alternativen

Ambient Assisted Living

Ambient Assisted Living (AAL) heißt auf Deutsch “Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben”. Mit Hilfe von AAL sollen älteren Menschen mit Technologien unterstützt werden, die es Ihnen ermöglichen, länger selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung autonom und mobil zu leben.

Technologische Raffinessen wie Bewegungs- und Drucksensoren an allen elektronischen Geräten, auf dem Teppich und den Möbeln können jederzeit feststellen, wo sich der Bewohner gerade aufhält und was er macht. Diese Bewegungen werden jederzeit erfasst und können wie ein “unsichtbarer Mitbewohner” Notfallsituationen blitzschnell erkennen und die Notfallzentrale informieren.

Pflege-Apps

Mit der Wheelmap können Personen mit Handicap öffentliche Orte, wie Bäcker, Supermärkte oder Restaurants in ihrer Nähe nach ihrer Zugänglichkeit anzeigen lassen. Barrierefreie Orte werden dabei mit einer grünen Markierung versehen.

Die “Pflegenetzwerk”-App zeigt mehr als 250.000 hilfreiche Kontakte zum Thema Pflege an. Vom ambulanten Pflegedienst über Fachärzte in der Nähe bis zum Essen auf Rädern hilft sie Betroffenen weiter.

Die App “Arznei aktuell” zeigt alle Informationen zu Arzneimitteln an, die dem Pflegebedürftigen verschrieben wurden. Er selbst und seine Angehörigen können sich so jederzeit über die Indikation und Nebenwirkungen informieren.

Die App des Deutschen Ärzteblatts hält umfangreiche Informationen und aktuelle Neuigkeiten rund um das Thema Medizin bereit.

Haben Sie selbst bereits Erfahrungen mit der Pflegebedürftigkeit der eigenen Eltern gesammelt? Oder leben Sie weit weg von Ihren Eltern und haben sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt? Berichten Sie gern in den Kommentaren und tauschen Sie sich mit anderen Lesern aus. Wenn Sie noch Fragen zum Thema Pflege haben, helfen unsere Berater Ihnen gern weiter!

CHIP Testsieger — ein lupenreiner Handyversicherungs-Hattrick

• Patty Kemnitz • 2 Kommentare • 


Bereits zum dritten Mal in Folge wurde unsere Handyversicherung von der Testplattform CHIP  als Testsieger ausgezeichnet. Warum das so ist und welche Kriterien erfüllt werden mussten, berichten wir in diesem Artikel.

In diesem Jahr wurde die Handyversicherung von Friendsurance gleich zweimal als beste im Vergleich ausgezeichnet. Neben der besten Leistung konnte der Tarif auch mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis im Test überzeugen. Bereits in den Jahren 2014 und 2016 wurde Friendsurance von CHIP als Anbieter der besten Handyversicherung ausgezeichnet. Im Jahre 2015 wurde kein Anbieter von CHIP ausgezeichnet. Umso größer ist die Freude natürlich, einen lupenreinen Hattrick hingelegt zu haben.

Die Bewertungskriterien

Analysiert wurden die Tarife in den drei Wertungsdisziplinen Leistungsumfang, Schadensregulierung und Vertragsgestaltung. Dafür wurden 12 namhafte Anbieter unter die Lupe genommen. Die Punkte Leistungsumfang und Schadensregulierung gingen jeweils mit 40% in die Wertung ein, die Vertragsbedingungen wurden mit 20% bewertet.

Der Leistungsumfang

Alle untersuchten Tarife decken Bruchschäden an Gehäuse und Display und Beschädigungen durch Feuer, Sturz, Überspannung oder Kurzschlüsse ab. Auch Diebstahlschutz ist bei allen Tarifen inkludiert. Jedoch liegt hier der Teufel im Detail. Denn nicht alle Versicherer haften auch für Kosten, die durch den Dieb verursacht wurden. Friendsurance tritt mit 1.000 € für durch den Dieb verursachte Fremdkosten (z.B. Telefonate ins Ausland) ein.

Für den Leistungsumfang gab es im Test ein “sehr gut” für Friendsurance.

Die Schadensregulierung

Bei Friendsurance können Sie den Schaden via Mail, Telefon oder auch direkt auf der Webseite melden. Ab dem Schadenszeitpunkt läuft für die Schadensmeldung eine Frist von 14 Tagen. Die notwendigen Belege können einfach als Foto oder Scan-Datei hochladen.

Unter die Kategorie “Schadensregulierung” fällt ebenfalls das Thema Schutz vor Versicherungsbetrug. Mit dem innovativen Schadensfrei-Bonus gibt es einmal im Jahr eine Bonuszahlung, wenn kein Schaden am Telefon gemeldet wurde. Also ein sehr guter Anreiz pfleglich mit seinem Telefon umzugehen.

In dieser Kategorie konnte sich Friendsurance mit einem “sehr gut” und 100 Punkten den Bestwert sichern.

Die Vertragsgestaltung

Bei der Vertragslaufzeit konnte Friendsurance besonders punkten, weil der Tarif ohne Mindestvertragslaufzeit und mit einem täglichen Kündigungsrecht angeboten wird. Bereits gezahlte Beiträge werden in diesem Fall sogar taggenau zurückerstattet.

Wenn mit dem Kauf des Handys direkt eine Handyversicherung bei Friendsurance abgeschlossen wird, entfällt sogar die Wartezeit. Wenn das zu versichernde Handy bis zu drei Monate alt ist, gilt eine Wartezeit von 4 Wochen.

Mit grandiosen 98 Punkten konnte sich Friendsurance bei der Vertragslaufzeit ebenfalls ein “sehr gut” sichern.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Den zweiten Testsieg räumte Friendsurance aufgrund seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses ab. Manche Handyversicherungen mögen auf den ersten Blick günstiger erscheinen, jedoch lohnt es sich die Leistung genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei einem Totalschaden ersetzt Friendsurance sowohl im ersten als auch im zweiten Jahr das Handy komplett und sichert sich damit die Spitzenposition!

Wir freuen uns riesig über die erneute Auszeichnung und setzen alles daran, im nächsten Jahr ein Quartett hinzulegen. Wir freuen uns über Ihr Feedback zur Friendsurance Handyversicherung und beantworten Ihre Fragen gern in den Kommentaren.

Handy kaputt oder gestohlen? Die häufigsten Schäden auf einer Infografik

• Patty Kemnitz • 21 Kommentare • 

Display mit “Spider-App”? Einem Taschendieb zum Opfer gefallen? Unseren treusten Begleiter, das Smartphone, setzen wir unzähligen Gefahren aus. Doch lohnt sich eine Handyversicherung wirklich? Wir haben die häufigsten Schäden aus 2016 unter die Lupe genommen und in einer Infografik dargestellt.

Das iPhone geht am häufigsten kaputt?

Hätten Sie gedacht, dass Apples iPhone das Smartphone mit den häufigsten Schadensmeldungen ist? Sowohl im Jahr 2015 als auch im vergangenen Jahr meldeten die iPhone-Besitzer am häufigsten einen Schaden an ihrem Smartphone. Sogar deutlich vor ihren Nachfolgern Samsung und Sony. Natürlich handelt es sich hierbei auch um die drei beliebtesten Smartphonehersteller.

Wenig überraschend ist hingegen, dass die meisten Schadensmeldungen bei uns aus Nordrhein-Westfalen eingehen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands passieren eben auch die meisten Handyunfälle. Aus Bayern und Baden-Württemberg erreichten uns ebenfalls zahlreiche Schadensmeldungen. Auf die häufigsten Handyschäden gehen wir im nächsten Kapitel ein. Was glauben Sie, welche diese sein könnten?

Die typischsten Schadensarten

Der Displaybruch: Wenn das Display des Smartphones zersplittert

Wer in Berlin mit der S-Bahn unterwegs ist und die anderen Fahrgäste beobachtet, wundert sich nicht, dass Displaybruch der typischste Schaden ist. Hier und dort sieht man überall notdürftig getapte Displays mit wunderschön und malerisch anmutenden Brüchen. Es kann mitunter auch sehr unangenehm sein, ein gesprungenes und getapetes Display zu bedienen – wenn man denn das Glück hat, dass es noch reagiert. Ein Glassplitter im Finger scheint aber ebenfalls nicht die geeignetste Alternative zu sein.

Die vielen Displaybrüche sprechen nicht gerade für einen pfleglichen Umgang mit dem täglich Begleiter. Aber da wir unser Smartphone so oft benutzen und es Telefon, Adressbuch, Uhr und beinahe Laptop in einem ist, haben wir es auch ständig in der Hand. Rein in die Tasche, raus aus der Tasche, kein Wunder, dass es schnell runterfällt und zu Schäden kommt.

Unsere Statistik zeigt außerdem, dass mit 44% deutlich weniger Handyschäden von Frauen gemeldet werden als von Männern. Die Damen scheinen also pfleglicher mit ihren Handys umzugehen. Daher unser Tipp für die Herren (natürlich auch für die Damen ;)): Mit der Unterstützung verschiedener Helferlein wie Panzerglasfolien für das Display oder Handyhalterungen, die hinten an der Hülle befestigt sind, lassen sich viele Schäden bereits durch Vorsorge vermeiden.

Unsere Kollegin Eva hat ihr Handy immer sicher im Griff

Der Wasserschaden: Wenn das Smartphone in die Toilette fällt

Ein Displaybruch lässt sich gut reparieren, weil das Display durch eine Reparatur ausgetauscht werden kann. Schwieriger ist es bei einem Flüssigkeitsschaden. Wenn einmal Flüssigkeit in das Gerät eingedrungen ist, kann es schnell funktionsuntüchtig werden. Flüssigkeitsschäden können darüber hinaus auch zu einem Totalschaden führen. Selbst wenn man ein Smartphone wie das iPhone7 oder das Samsung Galaxy S7 besitzt, sollte man sich genau informieren unter welchen Bedingungen es wasserfest ist. Dabei kommt es auch auf die Flüssigkeit an: Wenn Ihr Handy in die Toilette gefallen oder aus Versehen in der Waschmaschine mitgewaschen wurde, ist der Schaden noch vergleichsweise gering. Salziges Meerwasser ist jedoch viel aggressiver und beschädigt die empfindliche Elektronik dauerhaft.

Bevor die meisten ihr Smartphone abschreiben, geht der Weg ins Internet. Auf zahlreichen Seiten lassen sich Tricks finden, wie man ein Smartphone mit Wasserschaden retten kann. Sei es das Handy über Nacht in eine Tüte mit Reis legen, der die Flüssigkeit aufsaugen soll, auf der Heizung trocknen lassen oder mit dem Föhn trocken pusten — Schäden im Inneren des Handys sind meist nicht auf den ersten Blick ersichtlich und können noch Wochen später auftreten. Also selbst wenn das Handy wieder angeht und funktioniert, sollte der Schaden beobachtet und gegebenenfalls an die Versicherung gemeldet werden.

Smartphone gestohlen

Wie unsere Grafik zeigt, handelt es sich bei Raub und Diebstahl im Durchschnitt um die teuersten Schäden. Da hier die Schadensregulierung sehr aufwändig ist und das Handy durch den Verlust komplett ersetzt werden muss, entstehen hohe Kosten.

Wichtig: Anzeige erstatten

Wenn Ihr Handy gestohlen wurde, müssen Sie dies sofort bei der Polizei anzeigen. Dazu benötigen Sie Ihre IMEI-Nr., die Sie auch bei uns angegeben haben. Diese nur einmal vom Hersteller vergebene Gerätenummer sollten Sie sich immer extern abspeichern oder notieren. Die Handyversicherung reguliert einen Raub (d.h. jemand fordert gewaltsam von Ihnen die Herausgabe Ihres Handys) oder Diebstahl (Einbruchdiebstahl) nur, wenn die entsprechende Anzeige vorliegt.

Die Handyversicherung von Friendsurance wurde bereits dreifach von CHIP zum Testsieger gekürt. Ein ausschlaggebender Punkt ist, dass die Versicherung bei Diebstahl nicht nur Schäden am Smartphone selbst, sondern auch Fremdkosten, die der Dieb verursacht hat, übernimmt. Dies können bspw. Telefongespräche ins Ausland sein.

Was Sie noch beachten müssen, wenn Ihr Handy gestohlen wurde, fassen wir hier zusammen:
Handy-Diebstahl: So melden Sie den Schaden Ihrer Handyversicherung

Wie Sie die IMEI-Nr. Ihres Handys finden und wozu Sie sie brauchen

Kennen Sie Ihre Versicherungsbedingungen?

Eine Handyversicherung schützt Sie vor zahlreichen Schäden, aber auch nur dann, wenn Sie auch alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen walten lassen. Wichtig ist es daher, sich vorher über die Bedingungen zu informieren, unter denen der Versicherungsschutz greift. Bei Friendsurance können Sie daher vor Abschluss Ihrer Versicherung bereits ausführlich Einsicht in den HandySchutzbrief nehmen.

Schaden am Smartphone: Welche Versicherung tritt ein?

Hausratversicherung

Viele Menschen sind entspannt, da sie ihr teures Smartphone gut versichert glauben, schließlich haben sie eine Hausratversicherung. Dennoch ist das Smartphone bei vielen Tarifen nicht inkludiert, da es keinen dauerhaften Platz im Hausrat einnimmt und ein höheres Gefahrenpotenzial birgt als ein Computer. Daher sollten Sie Ihren Tarif genau prüfen und sicherheitshalber beim Versicherungsunternehmen nachfragen.

Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung greift, wenn das eigene Smartphone durch eine dritte Person beschädigt wurde. Dessen Privathaftpflichtversicherung muss dann die Reparaturkosten für das Handy übernehmen. Dabei lohnt es sich zu wissen, dass immer nur der Zeitwert des Handys erstattet wird. Wer also ein nagelneues Handy reparieren lassen muss, bekommt mehr Geld von der Versicherung als jemand, dessen Handy bereits ein Jahr alt ist. Schäden, die vom Eigentümer des Smartphones verursacht wurden, werden nicht von der Haftpflichtversicherung getragen.

Glasversicherung

Eine Glasversicherung springt nicht, wie man dem Namen nach vielleicht vermuten würde, bei Glasschäden am Handydisplay ein. Denn alle Arten von Glas, die nicht fest montiert sind, sind mit einer solchen Versicherung nicht abgedeckt.

Smartphone kaputt oder ins Wasser gefallen: Do it Yourself oder Reparaturdienst?

Sie haben generell zwei Möglichkeiten, Ihr Handy zu reparieren:

  • Sie sind ein geschickter Bastler und trauen sich zu, Ihr Handy selbst zu trocknen oder das Display mit einem Displaykit auszutauschen? Daran sollten sich wirklich nur geübte DIY-Fans wagen, denn beim Auseinanderbauen des Handys können Ungeübte mit grobem Werkzeug schnell die empfindliche Technik beschädigen. Wo vorher “nur” ein großer Riss im Display war, kann am Ende ein irreparabler Schaden vorliegen und das Handy geht vielleicht gar nicht mehr an.
  • Wenn die Herstellergarantie abgelaufen ist, dann können Sie sich auch an professionelle Reparaturdienste wenden, die ihr Display austauschen. Die Kosten müssen Sie dann allerdings selbst tragen. Ähnliche Anbieter gibt es auch, die Ihr Smartphone professionell trocknen.

Aber Vorsicht: Das Risiko einer Reparatur tragen Sie immer selbst. Wer eine Handyversicherung für sein Gerät abgeschlossen hat, darf nie selbst Hand anlegen.

Dann erlischt der Versicherungsschutz! Auch eine selbstständig in Auftrag gegebene Reparatur ohne Absprache mit der Versicherung würde im Nachhinein nicht beglichen werden. Am Ende würden Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben!

Erzählen Sie uns doch gern, welches Smartphone Sie haben und ob Sie es bereits versichert haben. Und wenn nicht, warum? Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen in den Kommentaren.

Der große Scheidungsleitfaden – Was tun vor, während und nach der Scheidung?

• Patty Kemnitz • Keine Kommentare • 

Jedes Jahr geben sich tausende Paare das Ja-Wort und schwören sich ewige Treue – in guten wie in schlechten Zeiten. Doch leider wird jede dritte Ehe in Deutschland geschieden. Ist die ewige Treue also ein veraltetes Konzept? Neben emotionalen Herausforderungen ist eine Scheidung zusätzlich mit vielen bürokratischen Anforderungen verbunden. Zahlreiche Scheidungen verlaufen ähnlich wie bei Familie Schneider. Wir begleiten Familie Schneider Schritt für Schritt durch ihre Scheidung und geben dabei viele praktische Tipps. Am Ende des Artikels haben Sie die Möglichkeit den großen Friendsurance-Scheidungsleitfaden als PDF herunterzuladen.

Inhalt:

  1. Ausgeflittert — Wenn die große Liebe in Scheidung endet
  2. Vorsorge ist besser als Nachsorge?! Ehevertrag, Rechtsschutzversicherung und Co.
  3. Das Trennungsjahr
  4. Der Ablauf einer Scheidung
  5. Zugewinn- oder Gütergemeinschaft
  6. Die (Ent-) Scheidung
  7. Kindes- und Ehegattenunterhalt
  8. Sorgerecht
  9. Nach der Scheidung

Ausgeflittert — Wenn die große Liebe in Scheidung endet

Bei Familie Schneider, das sind die Eheleute Stefan (49 Jahre) und Sandra (47 Jahre), sowie die Kinder Max (9 Jahre) und Lea (6 Jahre), hängt schon seit einiger Zeit der Haussegen schief. Seit Monaten vergeht keine gemeinsame Mahlzeit mehr ohne Streit zwischen Stefan und Sandra. Auch im letzten Familienurlaub haben Max und Lea jede Sekunde genutzt um sich zu verdrücken und in Ruhe zu spielen als ihre Eltern mal wieder über Kleinigkeiten diskutiert haben. Nun hat sich Stefan dazu entschieden, den Schritt der Scheidung zu wagen, da er und seine Frau sich einfach auseinander gelebt haben und die Beziehung im stressigen Alltag auf der Strecke blieb. Doch Sandra will diese Entscheidung nicht unterstützen, schon allein wegen der Kinder. Außerdem liebt sie ihren Mann. Um das Finanzielle macht sie sich auch Gedanken, da sie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr arbeiten war und sich um Haushalt und Kinder gekümmert hat.

Vorsorge ist besser als Nachsorge? Ehevertrag, Rechtsschutzversicherung und Co.

Ist der Ehevertrag doch eine Überlegung wert?

Bei Familie Schneider war vor der Ehe gar nicht an einen Ehevertrag zu denken. Schließlich hatten sie mit Max ja bereits ein erstes Kind und die Nachwuchsplanung auch noch nicht abgeschlossen. Eine Scheidung war ebenfalls für beide undenkbar.

Denn ein Ehevertrag dient primär dazu, die wichtigsten Regelungen hinsichtlich Scheidung, Trennung und Unterhalt zu treffen. Er kann sowohl vor als auch während der Ehe geschlossen werden und erspart im Scheidungsfall sowohl Kosten und Zeit als auch emotionale Auseinandersetzungen. Ein Notar beurkundet den Vertrag in Anwesenheit beider Eheleute.

Sinnvolle Fälle für die Nutzung eines Ehevertrages sind:

  • Paare ohne Kinderwunsch und mit finanzieller Unabhängigkeit
  • Unterschiedlich hohes Vermögen bereits vor der Hochzeit
  • Selbstständigkeit oder Inhaber von Unternehmensanteilen
  • Heirat bei großem Altersunterschied
  • Unterschiedliche Nationalitäten

Außerdem sollte ein Ehevertrag von Zeit zu Zeit von einem Juristen überprüft werden. Die Rechtslage kann sich jederzeit ändern und eine Gültigkeit des heute geschlossenen Vertrages muss in 20 Jahren nicht mehr gewährleistet sein.

Paartherapie – Wertvolle Unterstützung von Außen

Familie Schneider hat es bereits mit einer Paartherapie/Eheberatung versucht, bevor Stefan Schneider, schweren Herzens den Entschluss gefasst hat, sich von seiner Frau und somit auch von seiner Familie zu trennen. Zweimal die Woche suchten Sie einen Psychologen auf, sprachen über ihre Unzufriedenheit und ihren Frust.

Aber der Versuch ihre Ehe doch noch zu retten schlug leider fehl. Trotzdem ist eine solche Paartherapie oftmals eine Methode für Paare sich wieder anzunähern.

Rechtsschutzversicherung – Beachten Sie die Wartezeiten

Eine Rechtsschutzversicherung sollte sich im Versicherungsportfolio jeder Familie befinden. Doch wie kann diese im Fall einer Scheidung helfen? Familienrechtliche Streitigkeiten vor Gericht, zu denen auch die Scheidung zählt, sind meist vom Versicherungsschutz ausgenommen, es sei denn, der Ehe-Rechtsschutz wurde explizit vereinbart. Die meisten Versicherer übernehmen jedoch die Kosten für einen ersten anwaltlichen Rat oder eine Auskunft (Erstberatung/Erstgespräch), sofern es danach nicht zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt.

Ein deutsches Versicherungsunternehmen bietet jedoch sogar eine spezielle Ehe-Rechtsschutzversicherung an, die die Gerichts- und Anwaltskosten für beide Partner übernimmt. Diese kann als zusätzlicher Tarif zur Privat-Rechtsschutzversicherung gebucht werden. Nach einer Wartezeit von drei Jahren übernimmt der Versicherer im Scheidungsfall bis zu 30.000 Euro an Anwalts- und Gerichtsgebühren. Lesen Sie unseren Ratgeber zum Thema Rechtsschutzversicherung bei Scheidung und sprechen Sie bei Fragen mit unseren Beratern. Sie helfen Ihnen gern weiter.

Das Trennungsjahr

Im siebten Jahr geht die Ehe der Schneiders in die Brüche. Als Scheidungswilliger sucht sich Stefan Schneider einen Rechtsanwalt, der seine Interessen bei der Scheidung vertreten soll und agiert damit im Verfahren als Antragsteller.

Da Sandra Schneider mit dem Scheidungswunsch ihres Mannes nicht einverstanden ist, spricht man in diesem Fall von einer streitigen Scheidung. Dies hat zur Folge, dass ein Trennungsjahr nicht, wie bei einer einvernehmlichen Scheidung, ausreichend ist um die Ehe zu scheiden. Der scheidungswillige Ehepartner muss in diesem Fall nachweisen, dass die Ehe gescheitert bzw. so zerrüttet ist, dass ein Weiterführen der Ehe sinnlos ist. Nach einer Trennungszeit von drei Jahren gilt die Ehe als zerrüttet und kann geschieden werden, auch wenn einer der Ehepartner nicht einverstanden ist. Daher muss nach der aktuellen Gesetzeslage in Deutschland niemand länger als drei Jahre auf seine Scheidung warten.

Im Falle einer einvernehmlichen Scheidung reicht nach der aktuellen Gesetzeslage ein Trennungsjahr aus um die Ehe als gescheitert zu bezeichnen. Dann würde es auch ausreichen, wenn nur einer der beiden Ehepartner einen Anwalt in Anspruch nimmt. Jedoch wird empfohlen, dass jeder Ehegatte einen Anwalt beauftragt, sodass die Interessen beider bestmöglich vertreten werden.

Im Rahmen einer streitigen Scheidung kann auch ein Mediator hinzugezogen werden. Das Ziel ist, gemeinsam mit dem Paar eine Lösung zu finden, die für beide Parteien verträglich ist. Je mehr streitige Punkte mit Hilfe eines Mediators zu einer Einigung gebracht werden können, desto weniger Konflikte gibt es im Gerichtsprozess. Somit können mit einer Mediation sowohl Kosten als auch Zeit im Scheidungsprozess gespart werden.

Der Ablauf einer Scheidung

Um das Scheidungsverfahren in Gang zu setzen, sucht Stefan Schneider einen Rechtsanwalt für ein Erstgespräch auf. Vom Anwalt erhält das Ehepaar Schneider auch die Information über die notwendigen Scheidungsunterlagen, die sie bereitstellen müssen. Schon während des Trennungszeitraumes und vor Einreichen des Scheidungsantrags macht es Sinn, sich über die Scheidungsfolgenregelung für den Fall einer einvernehmlichen Scheidung Gedanken zu machen.

Die Scheidungsfolgenregelung ist ein Dokument in dem festgehalten wird, ob einer der Ehegatten Unterhalt erhält, wie das Sorgerecht und das Umgangsrecht der Kinder geregelt wird, wie das Eigentum aufgeteilt wird usw. Diese Vereinbarung muss notariell beurkundet werden und jede Partei sollte, vor dem Verfassen dieses Dokuments, einen Anwalt zur Rate ziehen. Da die wichtigsten Punkte mit einer Scheidungsfolgenregelung bereits geklärt werden, können auch hier Kosten und Zeit im Scheidungsprozess gespart werden. Die Vereinbarung wird direkt dem Richter vorgelegt.

Bereits zwei Monate vor Ablauf des ersten Trennungsjahres kann der Rechtsanwalt des Antragstellers, in diesem Fall Stefan Schneider, den Scheidungsantrag beim Amtsgericht des letzten gemeinsamen Wohnorts einreichen. Auf dieser Seite kann anhand der Postleitzahl die Adresse des zuständigen Amtsgerichts ermittelt werden.

Damit das Gericht anfängt den Fall zu bearbeiten, muss Herr Schneider vorab den Gerichtskostenvorschuss an das Gericht zahlen. Sollte der Antragsteller dazu nicht in der Lage sein, kann er Verfahrenskostenhilfe beantragen. Am Ende des Scheidungsverfahrens muss der Antragsgegner oft die Hälfte der Verfahrenskosten an den Antragsteller zurückzahlen.

Herr Schneiders Anwalt hat den Scheidungsantrag dem Gericht zukommen lassen und Herr Schneider selbst hat die Gerichtskosten beglichen. Nun bekommt Frau Schneider einen förmlichen Brief mit dem Scheidungsantrag zugestellt. Sie hat die Möglichkeit dem Scheidungsantrag zuzustimmen, ihn abzulehnen oder mit Rechtsanwalt einen eigenen Scheidungsantrag zu stellen. Denn wenn ihr Mann Stefan sich überlegen sollte, den Scheidungsantrag zurückzuziehen, wäre die Scheidung vom Tisch — ob sie die Scheidung inzwischen möchte oder nicht. Übrigens: Mit Hilfe dieses Rechners können Sie Ihre Scheidungskosten unverbindlich berechnen lassen.

Zwar will sich Sandra noch immer nicht von ihrem Mann Stefan scheiden lassen, jedoch hat ihr Anwalt sie dahingehend beraten, dass eine einseitige Scheidung auf Stefans Wunsch hin, spätestens nach 3 Jahren Trennungszeit sowieso möglich ist. Da Stefan nicht von seiner Entscheidung abzubringen ist, hat Sandra eingelenkt und dem Scheidungsantrag zugestimmt.

Daraufhin haben beide Ehepartner vom Gericht die Formulare für den Versorgungsausgleich zugesandt bekommen.

Zugewinn- oder Gütergemeinschaft?

Der Versorgungsausgleich ist unabhängig davon, ob die Eheleute während der Ehezeit in einer Zugewinngemeinschaft oder in einer Gütergemeinschaft/Gütertrennung lebten. Nach dem Versorgungsausgleichsgesetz gilt, dass alle während der Ehe erworbenen Ansprüche auf Altersversorgung je zur Hälfte geteilt werden. Darunter fallen alle Versicherungen, die später eine Rente zahlen. Versicherungen, bei denen zwischen Renten- und Einmalzahlung gewählt werden kann, fallen nur in den Versorgungsausgleich, wenn die Variante der Rentenzahlung gewählt wurde. Bei einer Einmalzahlung fällt der Vertrag i.d.R. in den Zugewinnausgleich.

Die Schneiders haben vor und während der Ehe keinen Ehevertrag aufgesetzt und lebten somit automatisch in einer Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass alles Vermögen, welches die beiden bereits vor der Ehe besaßen, auch in ihrem getrennten Eigentum bleibt. Auch für Schulden, die bereits vor der Ehe existierten, darf der andere Partner nicht haften. Während der Ehe von einem Partner erworbenes Eigentum und Geerbtes bleibt Eigentum des einen Ehepartners. Endet eine Ehe in Zugewinngemeinschaft mit Scheidung oder Tod eines Ehepartners, findet ein Zugewinnausgleich statt.

Der Zugewinnausgleich bestimmt, dass das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen zu gleichen Teilen auf beide Ehegatten aufgeteilt wird. Dazu gehört auf jeden Fall Stefan Schneiders Lotto-Gewinn in Höhe von 30.000 Euro im letzten Jahr. Abfindungen und Leistungen aus einer Unfallversicherung würden ebenfalls unter den Zugewinnausgleich fallen. Die Schneiders können sich nun entscheiden, ob sie im Rahmen der Scheidung ein formelles Zugewinnausgleichsverfahren, welches natürlich weitere Kosten verursacht und den Scheidungsprozess verlängert, durchführen lassen wollen oder sich außerhalb des Verfahrens einigen können.

Aufgrund der hohen Kosten entscheiden sie sich für eine außergerichtliche Einigung mit Hilfe ihrer Anwälte. Zudem kann somit das Scheidungsverfahren um mindestens vier bis sechs Monate verkürzt werden.

Anhand der vollständig und einzeln ausgefüllten Unterlagen zum Versorgungsausgleich errechnen die verschiedenen Rentenversicherungsträger, wie hoch die Rentenansprüche der beiden Beteiligten sind.

Die (Ent-) Scheidung

Anschließend wird vom Gericht der Scheidungstermin bestimmt und die beiden Eheleute werden geladen. Zum Scheidungstermin müssen beide anwesend sein. Jedoch gibt es auch hier Ausnahmefälle: Wenn ein Ehegatte dauerhaft verhindert ist oder die Entfernung zwischen Verhandlungs- und Wohnort nicht zumutbar ist, kann die Anhörung auch im Wohnort des Ehegatten angeordnet werden. Dort wird er dann von einem Richter angehört. Vermehrt gibt es auch die Möglichkeit, einen Ehegatten via Videokonferenz dazuzuschalten.

In den meisten Fällen dauert das Scheidungsverfahren an sich lediglich 5 bis 20 Minuten. Beide Ehepartner werden in der Verhandlung gefragt, ob sie geschieden werden möchten und wie hoch ihr Einkommen ist. Anhand des Einkommens werden die Gerichts- und Anwaltsgebühren berechnet.

Kindes- und Ehegattenunterhalt

Welcher Unterhalt steht mir zu?

Nach der Scheidung der Eheleute muss Stefan Kindesunterhalt zahlen, soviel weiß Sandra. Aber ob sie Anrecht auf Ehegattenunterhalt hat, ist ihr nicht ganz klar.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass jedes Kind ein Recht auf Unterhalt durch seine Eltern hat. Damit ist nicht nur der Unterhalt in monetärer Form sondern auch der Unterhalt im Rahmen von Pflege und Erziehung gemeint.

Nach einer Scheidung oder Trennung leistet der Elternteil, bei dem das Kind lebt, seinen Unterhalt mittels Pflege und Erziehung des Kindes. Daher zahlt der andere Elternteil dann meist den Barunterhalt. Bei der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs gibt es jedoch bei Trennung oder Scheidung Unterschiede. Der Kindesunterhalt ist vorrangig vor allen anderen Unterhaltsansprüchen.

Es richten sich sämtliche Anspruchsarten nach den jeweiligen Einkommensverhältnissen. Je größer der Einkommensunterschied, desto mehr muss gezahlt werden.

Wie hoch also der Kindesunterhalt ist, den Stefan Schneider für seine zwei Kinder zahlen muss, hängt davon ab, wie hoch sein aktuelles Einkommen ist und wie alt die Kinder sind. Die Berechnung erfolgt anhand der Düsseldorfer Tabelle, die durch die Leitlinien des jeweiligen Oberlandesgerichtes ergänzt werden kann. Da er in den vergangen 10 Jahren Alleinverdiener der Familie war, wird dies bei der Berechnung des Kindesunterhaltes mitberücksichtigt. Nach der Düsseldorfer Tabelle ergibt sich bei seinem monatlichen Nettoeinkommen von 3.000€ ein Kindesunterhalt von 356€ pro Kind monatlich.

Er musste bereits Trennungsunterhalt und muss nun Ehegattenunterhalt an Sandra zahlen.

Wie unterscheiden sich nun Trennungs- und Ehegattenunterhalt?

Grundsätzlich wird sowohl bei Trennungs- als auch bei Ehegattenunterhalt das niedrigere EInkommen vom höheren Einkommen abgezogen. Schulden und Verbindlichkeiten werden dem Betrag vorher abgezogen. Dann wird die Differenz zwischen den Gehältern abzüglich der Verbindlichkeiten mit 3/7 multipliziert.

Trennungsunterhalt muss immer der Partner zahlen, der mehr Geld verdient. Dieser endet mit der rechtskräftigen Scheidung. Da es nach aktuellem Recht mindestens ein Jahr dauert, bis eine Ehe für gescheitert erklärt werden kann, beträgt der Anspruch auf Trennungsunterhalt ebenfalls mindestens ein Jahr.

Der Anspruch auf Ehegattenunterhalt beginnt mit der Scheidung und dem Ende des Trennungsunterhaltes. Da mit dem Versorgungsausgleich nicht alle Zahlungsverpflichtungen beendet werden, kann ein Anspruch auf Ehegattenunterhalt eintreten. Das ist davon abhängig, wie lange die Ehe gedauert hat und ob, wie im Fall der Schneiders, ein Ehepartner der Alleinverdiener der Familie war. Je länger die Ehe dauerte, desto länger muss der besserverdienende Partner Scheidungsunterhalt an den anderen unterhaltsberechtigten Partner zahlen.

Sorgerecht

Sandra und Stefan hatten während ihrer Ehe das gemeinsame Sorgerecht für Max und Lea. Zwar waren die beiden bei der Geburt von Max noch nicht miteinander verheiratet, jedoch hat Stefan damals mit einer Sorgeerklärung beim Jugendamt einem gemeinsamen Sorgerecht zugestimmt. Das gemeinsame Sorgerecht bleibt im Falle einer Scheidung oder Trennung automatisch weiterhin bestehen.

Nach der Scheidung

Sobald das Scheidungsurteil 6 Wochen nach Verkündung rechtskräftig wird, stellt sich Sandra Schneider viele Fragen: Kann sie ihren Mädchennamen wieder annehmen? Welchen Namen tragen ihre Kinder? Wie wird das mit den Steuerklassen geregelt? Und was passiert mit der bestehenden Familienversicherung bei der Krankenkasse?

Steuerklasse

Die Steuerklasse muss Sandra Schneider im Kalenderjahr nach der räumlichen Trennung von Stefan beim Finanzamt ändern lassen. Dabei ist es unerheblich, ob das Trennungsjahr bereits verstrichen ist.

Namensänderung

Den Ehenamen Schneider kann Sandra wieder in ihren Geburtsnamen Lehmann ändern lassen. Oder sie kann den Ehenamen als Begleitnamen vor oder hinter ihren Geburtsnamen als Doppelnamen stellen. Die öffentliche Beglaubigung des neuen Namens erfolgt durch das Standesamt oder einen Notar. Anschließend ist es wichtig, den neuen Namen allen Zahlungs- und Vertragspartnern mitzuteilen und die Ausweisdokumente neu zu beantragen.

Bei den Kindern jedoch sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Da sowohl Max als auch Lea den Geburtsnamen Schneider tragen (Max bekam bereits vor der Ehe den Nachnamen seines Vaters), können sie nicht den Mädchennamen der eigenen Mutter tragen. Sandra beschließt daher, ihren Mädchennamen, dem Familiennamen voranzustellen. Sie möchte keinen anderen Namen als ihre Kinder tragen und heißt von nun an Sandra Lehmann-Schneider.

Krankenversicherung

Bei einer Scheidung endet der Status der Familienversicherung für den mitversicherten Partner. Mit Inkrafttreten der Scheidung setzt sich die Krankenversicherung als freiwillige Mitgliedschaft fort, es sei denn, der Betroffene erklärt innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse seinen Austritt. Jedoch muss bei der alten Krankenkasse nachgewiesen werden, dass man nun bei einer neuen Krankenkasse versichert ist.

Weitere Versicherungen

Der Schadenfreiheitsrabatt bei einer Kfz-Versicherung wird in der Regel, dem Partner zugesprochen, auf den diese Versicherung läuft.

Bei Lebensversicherungen oder anderen Versicherungen, bei denen ein Bezugsberechtigter angegeben wurde, muss eben dieser Bezugsberechtigte angepasst werden.

Die gemeinsame Rechtsschutzversicherung endet mit der Scheidung für einen der beiden Versicherten.

Bankkonten

Sofern nicht bereits geschehen, sollten spätestens nach der Scheidung die gemeinsamen Konten aufgelöst und die finanziellen Verhältnisse geklärt werden.

Scheidungen sind eine sehr komplexe Angelegenheit. Wir wünschen Ihnen in dieser Zeit viel Kraft und unterstützen Sie gern bei Fragen rund um Ihre Versicherungen.
Den großen Friendsurance-Scheidungsleitfaden können Sie sich zur vollständigen Übersicht als PDF herunterladen.

Ihr Friendsurance Team

Friendsurance und die Megara GmbH – Wir klären auf!

• Patty Kemnitz • 22 Kommentare • 

Friendsurance bringt mir jedes Jahr den SchaBo (Schadensfrei-Bonus)! Soweit klar – aber wer ist eigentlich die Megara GmbH, die im Zusammenhang mit Friendsurance auftaucht? So denken viele unserer Kunden und haben sich (und uns) bereits die Frage gestellt, was Friendsurance mit der Megara GmbH zu tun hat. Daher bringen wir heute etwas Licht ins Dunkel und geben einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen Friendsurance, der Alecto Gmbh und der Megara Gmbh.

Versicherungsmakler oder Versicherungsvertreter – Was ist der Unterschied?

Ein Versicherungsvertreter, auch Versicherungsagent genannt, handelt und arbeitet im Auftrag eines einzigen Versicherungsunternehmens. Er ist also weisungsgebunden und vertritt daher die Interessen dieser einen Versicherungsgesellschaft.

Im Gegensatz dazu handelt ein Versicherungsmakler im Auftrag seines Mandanten und vermittelt Versicherungsverträge verschiedener Versicherungsgesellschaften. Dabei wurde er von keiner der Gesellschaften beauftragt, sondern agiert nur für seinen Mandanten. Daher bilden Maklervertrag und Maklervollmacht die Grundlage für die Tätigkeit eines Versicherungsmaklers.

Der Maklervertrag legt im sog. Innenverhältnis die Rechte, Pflichten und konkreten Aufgaben des Maklers fest. Die Maklervollmacht hingegen regelt das Außenverhältnis und bestimmt, welche Erklärungen der Makler gegenüber Dritten, z.B. den Versicherungsunternehmen, als Vertreter seines Kunden wirksam angeben darf.

Megara, Alecto & die Holding – Das Dreiergespann

Die Differenzierung zwischen Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter spielt bei der Rollenverteilung der einzelnen Firmen eine entscheidende Rolle. Beginnen wir mit Friendsurance:

Friendsurance ist der Markenname unter dem die Alecto GmbH als unabhängiger Versicherungsmakler, nach §34d Abs. 1, 1. Var. GewO, faire Versicherungslösungen bietet. Für die betreuten Verträge erhält Friendsurance, sprich die Alecto GmbH als Online-Versicherungsmakler, die marktüblichen Courtagen und Provisionen von den Versicherungsunternehmen der Kunden.

Da Versicherungsvertreter nicht gleichzeitig Versicherungsmakler sein können, fungiert die Megara GmbH im Bereich der Elektronikversicherungen als Versicherungsvertreter nach §34d Abs.1, 2. Var. GewO. Dabei vermittelt sie die Elektronikversicherung (z.B. Handyversicherung) eines Versicherungsunternehmens an die Kunden.

Des Weiteren ist die Megara GmbH bei allen Versicherungen mit Schadensfrei-Bonus Vertragspartner unserer Kunden. Denn sie sorgt dafür, dass auch bei mehreren Schäden in der Gruppe keiner der Gruppenmitglieder mehr zahlen muss als seinen üblichen Jahresbeitrag. Die Ausfallversicherung greift also, wenn der Gruppentopf (Beim „Topf“ handelt es sich um eine Versicherungslösung der Hübener Versicherung.) leer sein sollte und weitere Schäden innerhalb der Gruppe passieren. Aus versicherungsrechtlichen Gründen müssen die Megara GmbH und die Alecto GmbH eigenständig sein.

Die Holding verbindet als Muttergesellschaft diese beiden Gesellschaften miteinander.

Fun-Fact: Die Namen der beiden Gesellschaften Megara und Alecto sind an die griechischen Göttinnen und Schwestern Megaira und Alekto angelehnt.

Auf den Punkt gebracht

Wem das jetzt etwas zu viel Versicherungs-Wirrwarr war, hier noch einmal die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  •         Die Megara GmbH agiert als Versicherungsvertreter im Bereich der Elektronikversicherungen und ist Vertragspartner im Rahmen der Ausfallversicherung, die den Schadensfrei-Bonus ermöglicht.
  •         Friendsurance (=Alecto GmbH) sucht als unabhängiger Versicherungsmakler die passende Versicherung für unsere Kunden aus dem Angebot der verschiedenen Versicherungsunternehmen.

Sollten jetzt noch Fragen zur Megara GmbH offen sein, beantworten wir diese natürlich gern in den Kommentaren.