Handy kaputt oder gestohlen? Die häufigsten Schäden auf einer Infografik

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Display mit “Spider-App”? Einem Taschendieb zum Opfer gefallen? Unseren treusten Begleiter, das Smartphone, setzen wir unzähligen Gefahren aus. Doch lohnt sich eine Handyversicherung wirklich? Wir haben die häufigsten Schäden aus 2016 unter die Lupe genommen und in einer Infografik dargestellt.

Das iPhone geht am häufigsten kaputt?

Hätten Sie gedacht, dass Apples iPhone das Smartphone mit den häufigsten Schadensmeldungen ist? Sowohl im Jahr 2015 als auch im vergangenen Jahr meldeten die iPhone-Besitzer am häufigsten einen Schaden an ihrem Smartphone. Sogar deutlich vor ihren Nachfolgern Samsung und Sony. Natürlich handelt es sich hierbei auch um die drei beliebtesten Smartphonehersteller.

Wenig überraschend ist hingegen, dass die meisten Schadensmeldungen bei uns aus Nordrhein-Westfalen eingehen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands passieren eben auch die meisten Handyunfälle. Aus Bayern und Baden-Württemberg erreichten uns ebenfalls zahlreiche Schadensmeldungen. Auf die häufigsten Handyschäden gehen wir im nächsten Kapitel ein. Was glauben Sie, welche diese sein könnten?

Die typischsten Schadensarten

Der Displaybruch: Wenn das Display des Smartphones zersplittert

Wer in Berlin mit der S-Bahn unterwegs ist und die anderen Fahrgäste beobachtet, wundert sich nicht, dass Displaybruch der typischste Schaden ist. Hier und dort sieht man überall notdürftig getapte Displays mit wunderschön und malerisch anmutenden Brüchen. Es kann mitunter auch sehr unangenehm sein, ein gesprungenes und getapetes Display zu bedienen – wenn man denn das Glück hat, dass es noch reagiert. Ein Glassplitter im Finger scheint aber ebenfalls nicht die geeignetste Alternative zu sein.

Die vielen Displaybrüche sprechen nicht gerade für einen pfleglichen Umgang mit dem täglich Begleiter. Aber da wir unser Smartphone so oft benutzen und es Telefon, Adressbuch, Uhr und beinahe Laptop in einem ist, haben wir es auch ständig in der Hand. Rein in die Tasche, raus aus der Tasche, kein Wunder, dass es schnell runterfällt und zu Schäden kommt.

Unsere Statistik zeigt außerdem, dass mit 44% deutlich weniger Handyschäden von Frauen gemeldet werden als von Männern. Die Damen scheinen also pfleglicher mit ihren Handys umzugehen. Daher unser Tipp für die Herren (natürlich auch für die Damen ;)): Mit der Unterstützung verschiedener Helferlein wie Panzerglasfolien für das Display oder Handyhalterungen, die hinten an der Hülle befestigt sind, lassen sich viele Schäden bereits durch Vorsorge vermeiden.

Unsere Kollegin Eva hat ihr Handy immer sicher im Griff

Der Wasserschaden: Wenn das Smartphone in die Toilette fällt

Ein Displaybruch lässt sich gut reparieren, weil das Display durch eine Reparatur ausgetauscht werden kann. Schwieriger ist es bei einem Flüssigkeitsschaden. Wenn einmal Flüssigkeit in das Gerät eingedrungen ist, kann es schnell funktionsuntüchtig werden. Flüssigkeitsschäden können darüber hinaus auch zu einem Totalschaden führen. Selbst wenn man ein Smartphone wie das iPhone7 oder das Samsung Galaxy S7 besitzt, sollte man sich genau informieren unter welchen Bedingungen es wasserfest ist. Dabei kommt es auch auf die Flüssigkeit an: Wenn Ihr Handy in die Toilette gefallen oder aus Versehen in der Waschmaschine mitgewaschen wurde, ist der Schaden noch vergleichsweise gering. Salziges Meerwasser ist jedoch viel aggressiver und beschädigt die empfindliche Elektronik dauerhaft.

Bevor die meisten ihr Smartphone abschreiben, geht der Weg ins Internet. Auf zahlreichen Seiten lassen sich Tricks finden, wie man ein Smartphone mit Wasserschaden retten kann. Sei es das Handy über Nacht in eine Tüte mit Reis legen, der die Flüssigkeit aufsaugen soll, auf der Heizung trocknen lassen oder mit dem Föhn trocken pusten — Schäden im Inneren des Handys sind meist nicht auf den ersten Blick ersichtlich und können noch Wochen später auftreten. Also selbst wenn das Handy wieder angeht und funktioniert, sollte der Schaden beobachtet und gegebenenfalls an die Versicherung gemeldet werden.

Smartphone gestohlen

Wie unsere Grafik zeigt, handelt es sich bei Raub und Diebstahl im Durchschnitt um die teuersten Schäden. Da hier die Schadensregulierung sehr aufwändig ist und das Handy durch den Verlust komplett ersetzt werden muss, entstehen hohe Kosten.

Wichtig: Anzeige erstatten

Wenn Ihr Handy gestohlen wurde, müssen Sie dies sofort bei der Polizei anzeigen. Dazu benötigen Sie Ihre IMEI-Nr., die Sie auch bei uns angegeben haben. Diese nur einmal vom Hersteller vergebene Gerätenummer sollten Sie sich immer extern abspeichern oder notieren. Die Handyversicherung reguliert einen Raub (d.h. jemand fordert gewaltsam von Ihnen die Herausgabe Ihres Handys) oder Diebstahl (Einbruchdiebstahl) nur, wenn die entsprechende Anzeige vorliegt.

Die Handyversicherung von Friendsurance wurde bereits dreifach von CHIP zum Testsieger gekürt. Ein ausschlaggebender Punkt ist, dass die Versicherung bei Diebstahl nicht nur Schäden am Smartphone selbst, sondern auch Fremdkosten, die der Dieb verursacht hat, übernimmt. Dies können bspw. Telefongespräche ins Ausland sein.

Was Sie noch beachten müssen, wenn Ihr Handy gestohlen wurde, fassen wir hier zusammen:
Handy-Diebstahl: So melden Sie den Schaden Ihrer Handyversicherung

Wie Sie die IMEI-Nr. Ihres Handys finden und wozu Sie sie brauchen

Kennen Sie Ihre Versicherungsbedingungen?

Eine Handyversicherung schützt Sie vor zahlreichen Schäden, aber auch nur dann, wenn Sie auch alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen walten lassen. Wichtig ist es daher, sich vorher über die Bedingungen zu informieren, unter denen der Versicherungsschutz greift. Bei Friendsurance können Sie daher vor Abschluss Ihrer Versicherung bereits ausführlich Einsicht in den HandySchutzbrief nehmen.

Schaden am Smartphone: Welche Versicherung tritt ein?

Hausratversicherung

Viele Menschen sind entspannt, da sie ihr teures Smartphone gut versichert glauben, schließlich haben sie eine Hausratversicherung. Dennoch ist das Smartphone bei vielen Tarifen nicht inkludiert, da es keinen dauerhaften Platz im Hausrat einnimmt und ein höheres Gefahrenpotenzial birgt als ein Computer. Daher sollten Sie Ihren Tarif genau prüfen und sicherheitshalber beim Versicherungsunternehmen nachfragen.

Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung greift, wenn das eigene Smartphone durch eine dritte Person beschädigt wurde. Dessen Privathaftpflichtversicherung muss dann die Reparaturkosten für das Handy übernehmen. Dabei lohnt es sich zu wissen, dass immer nur der Zeitwert des Handys erstattet wird. Wer also ein nagelneues Handy reparieren lassen muss, bekommt mehr Geld von der Versicherung als jemand, dessen Handy bereits ein Jahr alt ist. Schäden, die vom Eigentümer des Smartphones verursacht wurden, werden nicht von der Haftpflichtversicherung getragen.

Glasversicherung

Eine Glasversicherung springt nicht, wie man dem Namen nach vielleicht vermuten würde, bei Glasschäden am Handydisplay ein. Denn alle Arten von Glas, die nicht fest montiert sind, sind mit einer solchen Versicherung nicht abgedeckt.

Smartphone kaputt oder ins Wasser gefallen: Do it Yourself oder Reparaturdienst?

Sie haben generell zwei Möglichkeiten, Ihr Handy zu reparieren:

  • Sie sind ein geschickter Bastler und trauen sich zu, Ihr Handy selbst zu trocknen oder das Display mit einem Displaykit auszutauschen? Daran sollten sich wirklich nur geübte DIY-Fans wagen, denn beim Auseinanderbauen des Handys können Ungeübte mit grobem Werkzeug schnell die empfindliche Technik beschädigen. Wo vorher “nur” ein großer Riss im Display war, kann am Ende ein irreparabler Schaden vorliegen und das Handy geht vielleicht gar nicht mehr an.
  • Wenn die Herstellergarantie abgelaufen ist, dann können Sie sich auch an professionelle Reparaturdienste wenden, die ihr Display austauschen. Die Kosten müssen Sie dann allerdings selbst tragen. Ähnliche Anbieter gibt es auch, die Ihr Smartphone professionell trocknen.

Aber Vorsicht: Das Risiko einer Reparatur tragen Sie immer selbst. Wer eine Handyversicherung für sein Gerät abgeschlossen hat, darf nie selbst Hand anlegen.

Dann erlischt der Versicherungsschutz! Auch eine selbstständig in Auftrag gegebene Reparatur ohne Absprache mit der Versicherung würde im Nachhinein nicht beglichen werden. Am Ende würden Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben!

Erzählen Sie uns doch gern, welches Smartphone Sie haben und ob Sie es bereits versichert haben. Und wenn nicht, warum? Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen in den Kommentaren.

Patty Kemnitz verantwortet als Social Media Managerin bei Friendsurance den Unternehmensblog. Außerdem betreut sie die verschiedenen Social-Media-Kanäle und hat vor Kurzem den Instagram-Account von Friendsurance ins Leben gerufen.

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