Versicherung mit Selbstbeteiligung: Warum sich das lohnen kann

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Sie fragen sich, ob sich ein Versicherungstarif mit Selbstbeteiligung für Sie lohnen würde? Wir erläutern, was sich hinter dem Prinzip des Selbstbehalts verbirgt und für wen solche Tarife sinnvoll sein könnten. Außerdem stellen wir ein Prinzip vor, dass die Mechanik der Selbstbeteiligung nutzt, ohne dass Sie diese im Schadensfall bezahlen müssen – den Schadensfrei-Bonus.

Versicherung mit Selbstbeteiligung © friendsurance

Was ist eine Versicherung mit Selbstbeteiligung?

Bei Versicherungen mit Selbstbeteiligung (auch Selbstbehalt oder Eigenanteil) erklärt sich der Versicherte bereit, Schäden bis zu einer bestimmten Höhe selbst zu finanzieren. Das heißt, wenn ein Versicherungsfall eintritt, trägt der Versicherte die Kosten selbst, wenn Sie im Rahmen der Selbstbeteiligung liegen. Die Versicherung zahlt alle Schäden, die über den vereinbarten Selbstbehalt hinausgehen.
Klassische Versicherungen mit Selbstbeteiligung sind private Krankenversicherungen, Haftpflichtversicherungen oder die KfZ-Versicherung. Es gibt aber auch Handyversicherungen mit Selbstbehalt. Jedoch sind Versicherungen mit Selbstbeteiligung nicht für jeden geeignet.

Sind Verträge mit Selbstbeteiligung sinnvoll?

Verträge mit Selbstbeteiligung sind meistens günstiger als andere Verträge, weil der Kunde das Risiko kleiner Schäden selbst trägt. Man zahlt also weniger Beiträge, muss aber im Schadensfall selbst mit einspringen. Durch das System der Selbstbeteiligung können Versicherungen Ihren Kunden günstige Tarife anbieten, weil der Versicherer nicht das gesamte Schadensrisiko tragen muss. Außerdem wird der Versicherte auf diese Weise dazu angehalten, kleine Schäden zu vermeiden und sich umsichtiger zu verhalten. Wenn ich das Risiko von kleinen Schäden selbst tragen muss, versuche ich nicht bei jedem Kleinschaden den Versicherungsanspruch geltend zu machen – so entstehen bei den Versicherungen auch geringere Kosten in der Bearbeitung.

Für wen lohnen sich Verträge mit Selbstbeteiligung?

Verträge mit Selbstbeteiligung sind z. B. bei der privaten Krankenversicherung sinnvoll: Viele private Krankenversicherer erhöhen von Jahr zu Jahr die Beiträge aufgrund steigender Leistungen. Wer hier einen Selbstbehalt vereinbart, kann hier richtig sparen: Man kann sich z. B. verpflichten, in bestimmter Höhe Medikamente oder ambulante Behandlungen selbst zu bezahlen. Dafür verringert sich die monatliche Abgabe. Dies lohnt sich allerdings nicht für chronisch Kranke oder Familien mit Kindern.

Vor allem bei der Kfz-Versicherung ist ein Selbstbehalt sinnvoll und sogar üblich. Über 99 % der Vollkasko- und 87 % der Teilkaskoversicherungen in Deutschland sind Verträge mit Eigenanteil. Hier lassen sich teilweise mehrere Hundert EUR sparen. Auch bei Haftpflichtversicherungen und Rechtsschutzverträgen kann man durch Verträge mit Selbstbehalt sparen. Wer kleine Haftpflichtschäden bis 300 EUR selbst bezahlt, kann teilweise bis zu 50 % Beiträge reduzieren. Familien mit Kindern im schuldfähigen Alter (d.h. ab sieben Jahren) sollten jedoch bedenken, dass es schnell zu einem Haftpflichtschaden kommen kann und daher ein Vertrag ohne Selbstbeteiligung ratsam wäre, damit die Versicherung in vollem Umfang leistet. Wenn die Kinder älter werden, kann der Vertrag dann wieder angepasst werden.
Nicht jeder Vertrag mit Selbstbehalt ist jedoch auch ein günstiger Vertrag. Vor allem im Bereich Reiserücktritts- und Auslandsversicherungen sollte man keine Verträge wählen, in denen man im Versicherungsfall selbst hinzuzahlen muss. Hier gibt es durchaus Verträge ohne Eigenanteil, die für einen günstigen Preis eine gute Leistung.

Vorteile einer Versicherung mit Selbstbeteiligung:

Preisgünstige Tarife:
Bei Verträgen mit Selbstbeteiligung kann man Beiträge sparen, wenn es sich um eine Versicherung handelt, bei der man das Risiko von kleinen Schäden vermeiden kann.

Weniger Schäden:
Bei den meisten Selbstbeteiligungstarifen kommt es zu weniger Schäden, somit haben die Versicherungsunternehmen weniger kosten und können die Beiträge niedrig halten.

Keine Kündigung seitens der Versicherung:
Wer häufig den eigenen Versicherungsanspruch geltend macht, kostet die Versicherung viel Geld. Die Folge davon sind Vertragskündigungen. Für Kunden, die von Ihrer Versicherung gekündigt worden, wird es schwierig in einen neuen Vertrag zu kommen. Viele Versicherungsunternehmen vermeiden es aufgrund der hohen Kostenerwartung, Kunden aufzunehmen, die gekündigt wurden.

Der Schadensfrei-Bonus von Friendsurance: Versicherung mit Selbstbeteiligungs-Mechanik und Beitragsrückzahlung

Friendsurance Schadensfrei-Bonus

Friendsurance nutzt das Prinzip der Selbstbeteiligung zum Wohle der Versicherten auf ganz neue Weise. Der Schadensfrei-Bonus ermöglicht Ihnen, für Ihre laufenden Versicherungsverträge im künftigen Beitragsjahr Rückzahlungen bei Schadensfreiheit zu erhalten. Dies funktioniert, in dem Versicherte gleicher Versicherungsart zu kleinen Gruppen zusammengeschlossen werden. Von den gezahlten Versicherungsbeiträgen fließt ein Teil in einen Topf. Wenn kein Schaden passiert, bekommt jeder einen Teil aus diesem Topf als Rückzahlung wieder.

Dazu passt Friendsurance den aktuellen Versicherungsvertrag mit dem Versicherungsunternehmen so an, dass die Nutzung des Schadensfrei-Bonus möglich wird. D.h. eine Selbstbeteiligung wird in den Vertrag aufgenommen bzw. eine bestehende Selbstbeteiligung wird erhöht. Die höhere Selbstbeteiligung geht mit einem deutlich niedrigeren Versicherungsbeitrag einher. Der Versicherte, der den Schadensfrei-Bonus nutzt, zahlt weiterhin den Beitrag ohne bzw. mit niedriger Selbstbeteiligung und erhält die gleichen Leistungen. Dafür muss er die neue Selbstbeteiligung im Schadensfall nicht selbst bezahlen, denn diese wird aus dem Rückzahlungstopf beglichen.

Sie interessieren sich für den Schadensfrei-Bonus und möchten mehr über Friendsurance erfahren? Hier erfahren Sie, wie es funktioniert und wer dahinter steckt: So funktioniert`s.

 

Worauf sollte ich bei Verträgen mit Selbstbeteiligung achten?

1. Der Preis

Auf jeden Fall sollten Sie auf die Höhe des Selbstbehalts achten und diese individuell festlegen. Hier gelten für jeden Kunden andere Vorgaben. Es ist wichtig, dass man einen eventuellen Schaden potentiell auch bezahlen kann. Wenn der Selbstbehalt zu hoch angesetzt ist, sind Sie sehr riskant versichert. Dann kann es Ihnen passieren, dass Sie die Leistung der Versicherung nie in Anspruch nehmen werden. Manche Versicherungen bieten auch sogenannte Selbstbeteiligungsmodelle an, in denen sich pro schadensfreiem Jahr der Selbstbehalt reduziert.

2. Die Leistung

Des Weiteren ist nicht nur ein kostengünstiger Beitrag wichtig, sondern auch eine gute Leistung. Man sollte prüfen, ob der Vertrag alle wichtigen Schäden und günstige Versicherungsbedingungen enthält. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sollte in jedem Fall stimmen. Wenn Sie einen Tarif mit Selbstbeteiligung wählen, sollten Sie sich genau Ihre Police anschauen und prüfen, ob alles enthalten ist, was Sie brauchen.

Wenn Sie mit Ihrem aktuellen Tarif unzufrieden sind, weil Sie für Ihre Leistung zu viele Beiträge zahlen, dann lohnt sich oft ein Tarifvergleich und ein Versicherungswechsel. Vergleichen Sie daher am besten jährlich einmal Tarife, denn Sie können viele Versicherungen jährlich kündigen.

Katja Nauck war bis November 2016 Social-Media-Managerin bei Friendsurance und verantwortete den Content im Friendsurance Blog. Sie sammelte bereits Erfahrung als Blogredakteurin und Social Media Verantwortliche für verschiedene Startups und Verlage.

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