Mobiles Surfen im EU-Ausland – worauf man beim Datenroaming achten sollte

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Der Sommerurlaub steht vor der Tür und natürlich will man auch im Urlaub noch für seine Freunde und Liebsten daheim erreichbar sein. Ein Smartphone im Ausland birgt viele Risiken – vom möglichen Handydiebstahl mal abgesehen – kann auch das Datenroaming finanzielle Probleme bereiten, wenn man hierbei nicht stark auf die Handyeinstellungen achtet. Roaming heißt übersetzt herumstreunen, herumwandern und bezieht sich hierbei darauf, dass ihr im Ausland bei Aktionen wie Anrufen oder im Internet surfen euch im Netz eines Anbieters, der mit eurem deutschen Mobilfunkanbieter kooperiert, “herumtreibt”.

Die gute Nachricht zuerst: Die hohen Tarife für die Handy-Nutzung im Ausland sinken

Die EU beschloss 2007, die hohen Handygebühren für Auslandsaktivitäten zu senken und seitdem wurden die Preise für SMS, Anrufe und das Datenroaming jährlich niedriger. Nach dem Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland gibt es ab Juli diesen Jahres eine weitere Preissenkung der Obergrenzen:
Preise Datenroaming EU Ausland

Auch hier können natürlich schnell hohe Kosten entstehen, es dauert nicht lange, bis eine große Datenmenge erreicht ist. Daher wurde eine automatische Unterbrechung eingerichtet, die einsetzt, wenn ca. 60 Euro mitsamt Mehrwertsteuer verbraucht wurden – zumindest wenn der Mobilfunkanbieter seinen Sitz ebenfalls in der EU hat (Quelle: Verbraucherportal Baden-Württemberg). Außerdem erhalten Kunden gleich nach dem Überschreiten der Landesgrenzen Informationen zu den neuen Gebühren, sobald sie sich ins Internet einwählen.

Achtung: Die Tücken des Datenroamings

Die Grenze für die automatische Unterbrechung kann natürlich auch höher angesetzt werden, entweder in Form eines höheren Betrags in Euro oder vom Datenvolumen. Dabei dürft ihr nicht überschätzen, wie schnell ein solches Limit bereits erreicht ist. Wenn ihr dem Weitersurfen zustimmt, könnte euch später ein böses (und teures) Erwachen erwarten.

Diese Regelungen und Tarife gelten nur für EU-Staaten. Außerhalb der EU, beispielsweise in beliebten Reisezielen wie in Asien oder Afrika, gelten andere, höhere Gebühren. Selbst in manchen europäischen Ländern, die nicht zur EU gehören, wie in der Schweiz z.B., solltet ihr euch bei eurem Anbieter genau über die Sachlage informieren.

Manche Software-Updates, Aktualisierungen von Wetterinformationen oder Rufweiterleitungen können ganz automatisch geschehen und bedeuten, dass sich euer Smartphone ins Internet einwählt, ohne dass ihr das aktiv bestimmt. Solche Funktionen, ebenso wie das allgemeine Datenroaming, die mobilen Daten sowie 3G sollten einfach in den Einstellungen des Handys ausgeschaltet werden. Genauso solltet ihr es vermeiden, eure Mailbox abzuhören oder Anrufe anzunehmen.

Mobile Daten ausstellen

Achtet immer genau auf eure Kostenabrechnung und falls euch falsch entstandene Kosten auffallen, dann wartet nicht länger als allerhöchstens 8 Wochen, um die Rechnung zu beanstanden!

Tipps für einen sicheren Umgang mit dem mobilen Internetsurfen im EU-Ausland

In etlichen Hotels, Bars oder Restaurants könnt ihr W-Lan Hotspots finden, bei denen ihr zu einem günstigen Preis oder gar umsonst im Internet surfen könnt. Aber Achtung: Nicht allen W-Lan Netzen ist zu trauen und ihr solltet es vermeiden, wichtige Informationen wie von eurem Online-Banking einzugeben, da diese schnell erspäht werden können.

Viele Reiseführer Apps kann man bereits vor der Reise herunterladen und im Offline-Modus nutzen. Das spart ebenso Roaming-Gebühren.

Einige Anbieter überbieten die neuen Regelungen sogar bereits mit noch günstigeren Tarifangeboten. eteleon beispielsweise bietet mit seinen EU-Tarifen sicheres Surfen im EU-Ausland zum discountgünstigen Preis mit bis zu 300 MB Datenvolumen inklusive. Zusätzlich erhält man ab dem Verbrauch weiterer 30 MB gleich 70 MB Datenvolumen kostenlos dazu und hat immer alles unter Kontrolle, weil die Tarife nur eine einmonatige Laufzeit haben.

Der Partner eures Mobilfunkanbieters muss nicht immer auch die günstigste Variante sein – am besten informiert ihr euch vor der Abreise darüber und wählt euch dann in das beste Netz ein. Befindet ihr euch in einer Grenzregion zu Deutschland solltet ihr immer versuchen, das eigene Netz auszuwählen, welches natürlich auch günstiger ist.

Und ein kleiner Zusatztipp: Die gute alte SMS ist meistens immer noch die günstigste Variante, sich zu Hause zu melden – zumindest wenn man keinen W-Lan Hotspot gefunden hat.

Katja Nauck war bis November 2016 Social-Media-Managerin bei Friendsurance und verantwortete den Content im Friendsurance Blog. Sie sammelte bereits Erfahrung als Blogredakteurin und Social Media Verantwortliche für verschiedene Startups und Verlage.

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