Ist eine Unfallversicherung sinnvoll?

Alle Leistungen auf einen Blick

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Sie fragen sich, ob eine private Unfallversicherung sinnvoll ist? Vor allem im Straßenverkehr passieren Unfälle, die eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung nach sich ziehen und hohe Kosten verursachen können. Können Sie es sich leisten, in einer solchen Situation alle Kosten selbst zu finanzieren? Wir erklären, was eine Unfallversicherung ist, welche Leistungen Sie bietet und in welchen Fällen sie sinnvoll sein kann.

Unfallversicherung sinnvoll © friendsurance

Was ist ein Unfall?

Bevor wir erklären wollen, welche Leistungen eine private Unfallversicherung sinnvoll macht, sollten wir definieren, was man überhaupt unter einem Unfall versteht.
Ein Unfall ist ein plötzliches von außen einwirkendes Ereignis, bei dem eine Person unfreiwillig einen Schaden erleidet. Unfälle können im Alltag überall passieren. Besonders häufig passieren Sie im Straßenverkehr, weil hier viele Gefahren lauern. Hier resultieren schwere Unfälle vor allem aus der Begegnung sogenannter „schwacher Verkehrsteilnehmer“ wie Fußgänger und Radfahrer z.B. mit Kraftfahrzeugen. Laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft erleiden in Deutschland sogar jährlich 8 Millionen Menschen einen Unfall.

Ist es Ihnen nicht auch schon oft passiert, dass Sie als Fußgänger beim schnellen Überqueren der Straße gerade noch so unversehrt den Bürgersteig erreicht haben? Wenn Sie jetzt noch ein kleines Kind an Ihrer Hand führen und nur eine Sekunde unachtsam sind, kann es sehr schnell gefährlich werden. Unfälle passieren aber auch zu Hause, in der Freizeit oder beim Sport. Gerade dann sind Sie nicht mehr über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet bei allen Unfällen, die Ihnen bei der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit oder schulischen Ausbildung passieren. Bei allen anderen Unfällen müssten Sie die Kosten selbst tragen.

Wenn Sie durch einen Unfall berufsunfähig werden, dann sind Sie durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung optimal abgesichert. Wir verraten Ihnen in unserem Artikel „Private Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung – Nicht nur ein kleiner Unterschied“ worin der Unterschied zwischen beiden Versicherungen besteht.

Unfallversicherung © friendsurance

Leistungen der privaten Unfallversicherung

Eine private Unfallversicherung greift dann, wenn eine Person nach einem wie oben definierten Unfall einen körperlichen Schaden erleidet wie z. B. der Sturz Ihres Kindes vom Klettergerüst oder ein schwerer Fahrrad- oder Auto-Unfall. Ohne eine private Unfallversicherung würden Sie auf den meisten Kosten sitzen bleiben.

Sie haben Interesse an einer Unfallversicherung? Hier können Sie eine persönliche und unverbindliche Beratung zur privaten Unfallversicherung bei unserem Versicherungsberater beantragen.

Die private Unfallversicherung übernimmt folgende Leistungen:

Invaliditätsleistung:

Geldleistung in Form einer Summe, welche für den bleibenden Körperschaden nach Grad der Invalidität gezahlt wird. Diese sollte möglichst ab 1 % Invalidität gezahlt werden. Invalidität heißt, dass aufgrund des Unfalls eine dauerhafte Beeinträchtigung von mehr als drei Jahren bestehen bleibt.

Progression (Mehrleistung):

für schwere Unfälle ab 50 % bleibenden Körperschaden leisten Unfallversicherungen aus einer höheren Invaliditätssumme ( z. B. das 2,5 fache der Invaliditätsleistung)

Unfallrente:

monatliche lebenslange Rentenzahlung bei schweren und dauerhaften Beeinträchtigungen, anstatt einer Mehrleistung durch Progression

Todesfallleistung:

Absicherung der Familie, wenn der Versicherte nach einem Unfall verstirbt

Krankenhaustagegeld:

Finanzierung der zusätzlich anfallenden Kosten bei Krankenhausaufenthalt nach dem Unfall

Bergungskosten:

Finanzierung der Bergung nach einem Unfall (auch im Ausland)

Kosmetische Operationen:

Finanzierung notwendiger kosmetischer Behandlungen, um das ursprüngliche Aussehen wieder herzustellen

Übergangsleistung:

Wenn man durch Unfall arbeitsunfähig wird, bekommt man eine zusätzliche finanzielle Unterstützung

Der Versicherungsschutz gilt grundsätzlich weltweit rund um die Uhr. Die Leistung ist dabei unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat. In jedem Fall sollten Sie sich persönlich beraten lassen, damit Ihr Tarif alle Leistungen beinhaltet, die für Ihre speziellen Bedürfnisse notwendig und ausreichend sind.

Unter folgenden Bedingungen leistet eine Unfallversicherung nicht:

– Unfälle durch schweren Alkohol- oder Drogenkonsum
– Unfälle durch Kriege und Bürgerkriege
– Schädigungen durch Vergiftung, Infektionen oder psychische Reaktionen
– Unfälle, die vorsätzlich ausgeführt werden

Invaliditätsleistung: Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung

Der Schlüsselbegriff bei der Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung. Wenn Sie eine Unfallversicherung abschließen möchten, müssen Sie darauf achten, welche Leistung Ihnen bei Invalidität zusteht. Die Höhe dieser Leistung fällt unterschiedlich aus je nachdem, ob Sie z. B. einzelne Finger oder die Hand nicht mehr bewegen können, oder auch wenn Sie Ihr Gehör oder Augenlicht verlieren. Die Höhe dieser Invaliditätsleistung berechnet sich nach einer sogenannten Gliedertaxe. Den Grad der Invalidität legt im Allgemeinen Ihr Arzt nach einigen Untersuchungen in einem ärztlichen Gutachten fest.

Es gibt eine gewisse Richtlinie zur Einstufung der Invaliditätsgrade, jedoch weicht die Gliedertaxe jeder Versicherung ein wenig von dieser ab – daher ist eine individuelle Beratung und Tarifauswahl notwendig.
Ein Beispiel: Bei einer Unfallversicherung mit einer Invaliditätssumme von 100.000 € (allgemein empfohlene Höhe der Invaliditätsleistung) würde beim Verlust eines Auges (50 % Invalidität laut Gliedertaxe) 50.000 € zur Auszahlung kommen.

Gliedertaxe Unfallversicherung © friendsurance

Wie hoch sollte die Invaliditätssumme sein?

Bei der Tarifauswahl sollten Sie bedenken, dass sich die Invaliditätssumme ganz nach ihrem individuellen Bedürfnissen festlegen können. Diese sollte aber nicht zu gering sein. Empfohlen werden Invaliditätsleistungen von mindestens 100.000 €.
Eine Faustformel laut GDV für die Berechnung der Invaliditätsleistung besagt:

Jahreseinkommen x 3 = maximale Versicherungssumme

Man unterscheidet bei der Berechnung des Beitrages nicht nach einzelnen Berufen, sondern nur nach den Gefahrengruppen:
– Gefahrengruppe A (kaufmännische Berufe), günstiger Beitrag
– Gefahrengruppe B (körperliche Berufe), höherer Beitrag

Generell ist eine Unfallversicherung lebenslang sinnvoll, da Unfälle einem das gesamte Leben über passieren können. Besonders Kinder können Ihre Handlungen noch nicht richtig einschätzen und sind besonders gefährdet für Unfälle. Diese sollte man daher in einer Unfallversicherung absichern. Kinder sind zwar während der Schulzeit oder auf dem Schulweg gesetzlich versichert, nicht aber in der Freizeit beim Sport oder zu Hause.

Sie haben Fragen zur privaten Unfallversicherung? Gern beraten Sie unsere Versicherungsexperten persönlich und beantworten alle offenen Fragen zur privaten Unfallversicherung: beratung@friendsurance.de.

Katja Nauck war bis November 2016 Social-Media-Managerin bei Friendsurance und verantwortete den Content im Friendsurance Blog. Sie sammelte bereits Erfahrung als Blogredakteurin und Social Media Verantwortliche für verschiedene Startups und Verlage.

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