Collaborative Consumption – Die neue Lust am Teilen

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Die dritte Welle des Internets. Sharing is caring. Teilen statt kaufen. Das alles sind Sätze die ein Phänomen beschreiben, dass sich momentan scheinbar unaufhaltsam auszubreiten scheint: Collaborative Consumption, auf Deutsch Ko-Konsum (oder alternativ: Sharing Economy) – die Wirtschaft des Teilens. Dazu zählen alle Unternehmen, die eine Plattform für Leute bieten auf der sie, meist gegen eine Gebühr, Sachen ausleihen, verleihen oder teilen können.

Doch warum lieber teilen anstatt kaufen?

Es gibt viele Dinge die wir nur selten brauchen und für die es sich rational gesehen nicht lohnt, viel Geld auszugeben. Wenn du einmal im Monat mit dem Auto fährst um etwa einen Großeinkauf zu erledigen, macht es wenig Sinn sich ein Auto anzuschaffen und es die ganze Zeit in der Garage stehen zu lassen. Das kostet nur unnötig viel Geld. Warum also nicht ein Auto für diese Fahrt vom Nachbarn leihen? Oder, wenn du doch schon ein Auto besitzt, es zu verleihen – gegen Geld natürlich. Diesen Ansatz des Leihens, Verleihens und das profitieren von der Tatsache, dass man sich mit anderen Menschen zusammenschließt um gemeinsam zu sparen, haben sich mittlerweile eine ganze Reihe von Firmen auf die Fahne geschrieben. Und der Erfolg gibt ihnen Recht.

Internet als Mittelpunkt von Collaborative Consumption

Ob Wohnungen, Autos, Kleidung, Spielzeug oder Werkzeug: Teilen kann man mittlerweile fast seinen ganzen materiellen Besitz. „Schuld“ daran ist nicht nur die aktuelle Krise, die viele von uns zum Umdenken bewegt, sondern vor allem das Internet. Denn die meisten Unternehmen, die man zu Collaborative Consumption zählen kann, verdanken ihren Erfolg vor allem ihrer Internetplattform über die im Prinzip alles abgewickelt wird. Bei Portalen wie airbnb, 9flats oder Wimdu kann man nach Wohnungen für seinen nächsten Urlaub suchen, bei Kleiderkreisel seine Kleidung tauschen, bei Leihdirwas oder frents Alltagsgegenstände leihen oder verleihen und etwa bei tamyca sein Auto verleihen bzw. selbst eins ausleihen. Auch Friendsurance setzt an diesem Ansatz an. Bei uns teilt man zwar keinen materiellen Besitz, kann aber gemeinsam mit anderen Leuten seine Versicherungsbeiträge sparen.

Neu ist die Idee des Teilens um zu sparen vielleicht weniger, sie ist jedoch durch das Internet mit all seinen Möglichkeiten viel einfacher umzusetzen. Dadurch, dass sich viele Unternehmen die Funktionen sozialer Netzwerke zu Nutze machen, können sich auch fremde Menschen ganz einfach online miteinander vernetzen um so zu sparen. Doch genau hier liegt natürlich auch die Schwierigkeit der Unternehmen, die das Vertrauen ihrer potenziellen Nutzer nicht nur erst erarbeiten, sondern auch stetig erhalten müssen. Ein Ende des Teilens ist aber erst mal nicht in Sicht, im Gegenteil, die Entwicklung von Collaborative Consumption steht mit Sicherheit noch ziemlich am Anfang. Und sie rückt immer mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses: So wird die CEBIT nächstes Jahr unter dem Motto „Shareconomy“ laufen.

Katja Nauck war bis November 2016 Social-Media-Managerin bei Friendsurance und verantwortete den Content im Friendsurance Blog. Sie sammelte bereits Erfahrung als Blogredakteurin und Social Media Verantwortliche für verschiedene Startups und Verlage.

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