Alexa, lies mir diesen Artikel vor

• Son Dang • Keine Kommentare • 
Per E-Mail senden
Facebook0
Google+0
https://blog.friendsurance.de/alexa-haus-steuerung-und-datenschutz/
LinkedIn

Amazons Alexa und auch andere Sprachassistenten von Google, Windows & Co. haben in den letzten Monaten für viel Wirbel gesorgt. Niemand muss mehr aufstehen, um das Licht an- und auszuschalten, der Kühlschrank füllt sich auch von allein. Was will man mehr? Wir beleuchten einmal, was die kleinen Superhirne wirklich können und wann sie schlicht und einfach nerven.

Inhalt:

  1. Was kann Alexa steuern?
  2. Datenschutz – Was gilt es zu beachten?
  3. Alexa, die Nervensäge?
  4. Wenn Alexa ein Mensch wäre…

Was kann Alexa steuern?

Nehmen wir Alexa von Amazon doch einmal genauer unter die Lupe: Was kann es überhaupt alles steuern? Sobald Alexa mit dem Codewort “Alexa” aktiviert wird, lauscht sie den Fragen und Aufforderungen. Dafür sendet sie die Audiodaten an die Cloud, wo die Anfragen verarbeitet und beantwortet werden.

 

  1. Alexa kann die Wohnung ganz schnell zur Disco machen, ohne dass der Benutzer aufstehen muss. Ein kurzer Befehl und schon
    läuft das eigene Lieblingslied über Spotify,
    Amazon Musik oder andere Streaming-Dienste.

 

  1. Alexa als Wetterfrosch? Eine 20-Tage-Vorausschau mit Alexa bringt ähnlich ”genaue” Ergebnisse wie der Blick in eine der bekannten Wetter-Apps. Aber es kann ja trotzdem spannend sein, zu wissen wie das Wetter auf Bali gerade ist oder wann es vor der Tür anfängt zu regnen…

 

  1. Was in der Welt passiert, erfahren wir täglich im Radio, auf diversen News-
    Portalen, auf Facebook oder über Push-Nachrichten auf unseren Smartphones. Auch Alexa wird auf Zuruf direkt berichten, was es Neues gibt.

 

 

  1. Gerade auf die Couch gesetzt und in den wohlverdienten Feierabend gestartet, da fällt es Ihnen wieder ein: Sie haben vergessen, die
    Waschmaschine anzustellen! “Alexa…”

 

 

 

  1. Alexa ermöglicht außerdem die Steuerung von diversen Haushaltsgeräten. Der Partner
    liegt bereits im Bett und man selbst hat sich gerade fallengelassen… Doch wer macht jetzt das Licht aus?

 

  1. Die Heizung lässt sich mit der entsprechenden Technologie ebenfalls mithilfe von Alexa steuern. Bevor man aus der Dusche steigt, kann Alexa also erstmal die Heizung anstellen und man greift im
    Anschluss direkt nach dem kuschlig-warmen Handtuch.

 

 

  1. Alexa verbindet sich ebenfalls mit den Sicherheitssystemen, die im Haus vorhanden sind. Mit dem Sprachassistenten lassen sich z.B. die Alarmanlage oder die Überwachungskameras steuern. Sollte Alexa
    den Dieb doch übersehen haben, entschädigt Sie die Hausratversicherung.

 

Das sind natürlich nur einige der Funktionen, die ein Sprachassistent ausführen kann. Außerdem sagt Alexa auf Nachfrage, wann der nächste Bus Richtung Arbeit abfährt oder es kann einfach ein Taxi bestellen, jedes Wort in jede beliebige Sprache übersetzen oder die Lieblingsserie über den Fire TV Stick mit Amazon Instant Video abspielen lassen.

Alexa, die Nervensäge?

Ganz schön praktisch so ein Sprachassistent, der einem zu Hause nahezu jeden Wunsch erfüllt. Beim Frückstück zubereiten noch schnell fragen, ob es auf dem Weg zur Arbeit einen Stau gibt, spart direkt Zeit. Jedoch hat das kleine Superhirn trotz seines runden Designs auch „Ecken und Kanten“. Sobald Alexa glaubt, angesprochen zu werden, unterbricht sie die Unterhaltung mit der Freundin. Noch abenteuerlicher wird es natürlich, wenn deren Eltern sie ebenfalls „Alexa“ getauft haben. Wer von beiden muss dann seinen Namen ablegen? Auch auf andere Besucher könnte es abschreckend und nervig wirken, wenn das Gespräch unterbrochen wird um Alexa einen Auftrag zu geben. Manche möchten eventuell auch nicht, dass ihre Gespräche die ganze Zeit „mitgehört“ werden. Denn der Aspekt Datenschutz sollte bei der Nutzung nicht außer Acht gelassen werden. Natürlich trägt der neue Mitbewohner nicht gerade zu einer aktiven Lebensweise bei – man kann schließlich alles von der Couch aus erledigen lassen 😉

Datenschutz – Was gilt es zu beachten?

Alexa hört mit – und zwar nicht nur, welche Befehle sie als nächstes ausführen soll, sondern auch, was sonst noch so im Haushalt besprochen wird. Daher haben wir einige Hinweise, um Sie für den Umgang mit Ihren Daten bei der Steuerung Ihres Sprachassistenten zu sensibilisieren.

  • Bei der Kopplung zwischen Alexa und dem Smartphone, kann der Sprachassistent auch auf die Daten des Smartphones zugreifen (z.B. Nachrichten, Kontakte).
  • Die Gespräche können dauerhaft “mitgehört” werden, da Alexa rund um die Uhr auf das Aktivierungswort wartet. Um das zu vermeiden, kann das Mikrofon auch manuell ausgeschaltet werden. Dann reagiert Alexa jedoch nicht, wenn sie wieder direkt angesprochen wird.
  • Die mitgeteilten Daten landen auf dem Server des Anbieters oder in einer externen Cloud.
  • Auch wenn Alexa abgeschaltet und die Daten gelöscht werden, ist nicht eindeutig klar, ob Amazon nicht weiterhin auf die Daten zugreifen kann.
  • Vorsichtig sollten Sie beim lauten Aussprechen von sensiblen Daten (z.B. Online-Banking) sein.

Da es bei der Verwendung solcher Sprachassistenten unvermeidbar ist, sensible, persönliche Daten preiszugeben, sollten Sie jedoch bedacht handeln.

Wenn Alexa ein Mensch wäre…

… wie würde es dann aussehen? Diese Frage haben wir uns bereits vor einigen Wochen gestellt und auf Facebook eine kleine Umfrage gestartet. Unsere Facebook-Fans sollten abstimmen: Ist Alexa in ihren Augen eher ein allwissender Professor, der auf jede Frage die passende und vor allem richtige Antwort hat? Oder sehen sie Alexa eher als das Hausmädchen, welches ihnen jeden Wunsch erfüllt und sie bedient? Und wer sagt eigentlich, dass Alexa eine “Sie” ist? Manche unserer Facebook-Fans sehen es einfach als Alexander.

Und hier kommt das Ergebnis: Wenig überraschend, ordnen die meisten Nutzer Alexa dem weiblichen Geschlecht zu.

Obendrein wird Alexa als klug und pfiffig empfunden und nicht als einfaches Dienstmädchen.

Sprachassistenten wie Alexa erleichtern unseren Alltag erheblich, wenn man sie richtig einzusetzen weiß. Um so wenig wie möglich persönliche Daten preiszugeben, sollte man sie auch ab und zu abschalten um vertrauliche Gespräche führen zu können. Denn: Unsere Helferlein für ein Smart Home sind immer nur so smart, wie der Nutzer selbst. 🙂

Ihre Meinung