Mit diesen Tipps wird Ihr Fahrrad garantiert diebstahlsicher

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Wer sein Bike liebt und viel damit unterwegs ist, sollte es gut gegen Diebstahl schützen. Doch welches Schloss ist das richtige für den Drahtesel? Und wie kann man das Fahrrad noch schützen? Wir geben Tipps für die Auswahl eines sicheren Fahrradschlosses und zeigen, wie Sie Ihr Fahrrad und Ihren Fahrradanhänger bequem über die Hausratversicherung gegen Diebstahl schützen können.

Tipps Diebstahlsicherheit Fahrrad © Friendsurance

Das beste Fahrradschloss: Darauf sollten Sie bei der Auswahl achten

Es gibt zahlreiche Arten von Fahrradschlössern. Aber sind diese alle geeignet, Dieben die Tour zu vermasseln? Wer ein hochwertiges Fahrrad besitzt, sollte unbedingt in ein gutes Fahrradschloss investieren. Dabei geht Sicherheit in jedem Fall vor Optik. Wer beim Fahrradschloss spart oder sich nur nach dem Design richtet, darf sich nicht wundern, wenn das Fahrrad schon nach kurzer Zeit weg ist. Laut ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) gilt die Faustregel: Ein gutes Fahrradschloss sollte 5-10 % des Fahrrad-Neupreises wert sein. Die meisten Fahrraddiebe wenden Gewalt an, um ein Fahrrad zu entwenden – je widerstandsfähiger das Schloss ist, desto eher werden sie zurückschrecken, weil eine längere Aufbruchdauer die Wahrscheinlichkeit erhöht, gesehen zu werden. ADFC Prüfsiegel Fahrradschloss

Ein gutes Fahrradschloss …

– besteht aus stabilem Material, das nicht ohne Profiwerkzeug demontiert werden kann
– sollte groß genug sein, um sowohl Rahmen als auch Hinterrad zu umschließen
– sollte ein möglichst geringes Gewicht haben und eine angenehme Bedienung ermöglichen

Der ADFC prüft in bestimmten Abständen Fahrradschlösser. Sie können daher beim Kauf Ausschau nach dem ADFC-Qualitätssiegel enthalten.

Sichere Fahrradschlösser

Bügelschlösser

Bügelschlösser bestehen aus massivem Material und sind wohl die am meisten empfohlenen Fahrradschlösser. Durch den speziellen Schließmechanismus und Ihre Verarbeitung aus Stahl bieten sie den höchsten Widerstand für Fahrraddiebe. Zur Öffnung eines Bügelschlosses müssen Diebe ein spezielles Werkzeug verwenden, das immer nur für ein Schloss dieses Typs eines bestimmten Herstellers passt. Den derzeit besten Schutz bieten Drehscheibenzylinder wie Sie von den Herstellern Abus oder Trelock eingesetzt werden. Der einzige Nachteil von Bügelschlössern ist ihr Gewicht. Doch viele Hersteller bieten eine Halterung an, mit der man das Schloss am Rahmen befestigen kann. Bügelschlösser wie z.B. von Abus sind zwischen 20 und 100 € im Handel erhältlich. Übrigens: wer einmal seine Fahrradschlüssel verlieren sollte, kann mit einer zugehörigen Code-Nr. die Schlüssel beim Hersteller nachbestellen.

Abus Bügelschloss

Faltschlösser

Sehr sicher und vor allem äußerst praktisch sind sogenannte Faltschlösser. Sie können wie ein Zollstock kompakt zusammengefaltet werden und nehmen so inklusive Halterung am Rad nicht viel Platz ein. Faltschlösser gibt es in verschiedenen Längen, so dass man das Rad an breitere Säulen, Laternen und Fahrradständer anschließen kann. Sie sind in verschiedenen Sicherheitsstufen zwischen 40 und 130 € erhältlich.

Abus Faltschloss

Panzerkabel und Fahrradketten

Sogenannte Panzerkabel oder Fahrradketten z. B. von Abus oder Kryptonite sind die flexibelsten Fahrradschlösser, da sie nicht so statisch wie z.B. Bügelschlösser sind und man sie am einfachsten überall herumwickeln kann. Aus Sicherheitsgründen sollte man aber nur die dickeren Varianten verwenden, da sich dünnere mit guten Bolzenschneidern problemlos aufbrechen lassen. Ketten lassen sich unkompliziert und flexibel am Rad befestigen oder in der eigenen Tasche unterbringen. Kettenschlösser von Kryptonite erhalten Sie zwischen 50 und 150 €, je nach Sicherheitsstufe.

Kryptonite Kettenschloss

Weitere Fahrradschlösser

Wenn Sie Ihr Fahrrad an öffentlichen Plätzen für einen längeren Zeitraum anschließen, raten wir Ihnen von Rahmenschlössern oder einfachen Spiralkabelschlössern ab. Spiralschlösser lassen sich innerhalb weniger Sekunden lautlos aufschneiden. Rahmenschlösser, die meist am Hinterrad angebracht sind, eignen sich lediglich als bloße „Wegfahrsperre“, wenn man das Rad beim Einkaufen kurz abstellt. Wenn Sie solche Schlösser benutzen, sollten Sie auf jeden Fall eine weitere Sicherung anbringen.

Rahmenschloss Spiralschloss Trelock

Tipp: Bei der Suche nach einem Fahrradschloss, können Sie sich bei der Stiftung Warentest informieren, die regelmäßig Schlösser auf Sicherheit prüft.
Viele Fahrradversicherungen verlangen als Vorsorgemaßnahme gegen Diebstahl die Benutzung bestimmter Schlössertypen. Hier sollten Sie sich unbedingt bei Ihrer Versicherung erkundigen, sonst kann es passieren, dass der Versicherungsschutz für Ihr Fahrrad nicht gilt.

Fahrrad richtig anschließen – Je sichtbarer, desto besser

Diebstahlsicher wird ihr Fahrrad nicht nur durch ein gutes widerstandsfähiges Schloss. Sie sollten es auch an einer geeigneten Stelle anschließen. An öffentlichen Orten wie Bahnhöfen, bieten sich natürlich Fahrradständer an. Stellen Sie Ihr Rad, wenn möglich, am besten gut sichtbar in die Mitte. Der Dieb wird sich am ehesten die versteckten leicht zugänglichen Räder am Rand heraussuchen, um sie unbemerkt aufzubrechen. Schließen Sie Ihr Rad nicht an Bäume oder kurze Säulen an, über die man das Rad hinwegheben kann. Generell sollte man immer belebte Orte auswählen und das Schloss so ausrichten, dass der Schließmechanismus möglichst unzugänglich ist – Diebe haben es eilig und wollen unbeobachtet bleiben.
Wer Fahrraddieben so richtig die Tour vermasseln will, sollte sein Fahrrad mit 2 Schlössern unterschiedlichen Typs anschließen. Die meisten Diebe sind auf einen Typ spezialisiert und werden sich dreimal überlegen, ob das Aufknacken zweier Schlösser das Risiko wert ist, entdeckt zu werden.

Viking hat zum Thema eine wunderbare Infografik erstellt, die zeigt, wie ein Fahrrad sein müsste, damit es garantiert nicht gestohlen wird:

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Mit diesen Gadgets Diebe abschrecken

Um Diebe von vorn herein abzuschrecken, lohnt es sich auffällige Zusatzgeräte am Fahrrad anzubringen oder es mit Aufklebern und Zusatzteilen zu schmücken. Kein Dieb wird ein extrem auffälliges und individuell gestaltetes Fahrrad auf dem Schwarzmarkt verkaufen können.

GPS-Tracker: Wer sein Fahrrad rund um die Uhr überwachen möchte, kann es mit einem versteckten GPS-Tracker ausstatten. Solche gibt es z. B. von SpyBike oder VELOCATE. Er wird nahezu unsichtbar am Fahrrad angebracht und sendet ein Signal, sobald sich das Fahrrad bewegt. Die SpyLamp versteckt den GPS-Sender z.B. auch unerkannt in der Hinterlampe. Der Fahrradbesitzer erhält eine SMS sobald sich das Fahrrad bewegt und kann gemeinsam mit der Polizeit schneller den Fahrraddieb orten.

GPS-Pedale: Ein französisches Startup hat eine GPS-Pedale entwickelt, die Ihr Bike orten kann. Die Connected Cycle-Pedale besitzt neben einer Ortungstechnik einen Mobilfunkchip mit Internetverbindung. Der Fahrradbesitzer kann diesen Chip also mit dem Smartphone koppeln und weiß damit immer genau, wo es sich gerade befindet.

Das diebstahlsichere Fahrrad: Wem das alles nicht genug ist, der interessiert sich vielleicht für das angeblich „diebstahlsicherste Fahrrad der Welt“ von Yerka. Ein Team aus jungen chilenischen Entwicklern hat ein Fahrrad mit einer speziell eingebauten Schließtechnik entworfen und möchte damit die Zukunft der Fahrradsicherheit umkrempeln.

Fahrrad bei der Polizei registrieren lassen

Die Polizei informiert jedes Frühjahr wieder darüber, dass man sein Fahrrad in der örtlichen Dienststelle oder auch online registrieren lassen kann. Dabei erhält das Fahrrad eine gut sichtbar angebrachte individuelle Code-Nr. die eindeutig dem Besitzer zuzuordnen ist. Fahrräder mit einer polizeilichen Registrierung werden leichter wieder gefunden und können zudem nicht auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Diebe lassen meist die Finger von registrierten Fahrrädern!

Fahrrad und Fahrradanhänger umfassend und günstig gegen Diebstahl versichern

Neben all den Sicherungsmaßnahmen ist es empfehlenswert, ein teures Fahrrad auch gegen Diebstahl außerhalb des Wohnraums und Kellers zu versichern. Ihr Fahrrad oder ihren Fahrradanhänger können Sie über eine spezielle Fahrradversicherung oder ganz bequem über die Hausratversicherung gegen Diebstahl im öffentlichen Raum mitversichern. Dafür wird ein Zusatzbeitrag auf den bereits bestehenden hinzu gerechnet. Dieser richtet sich nach dem Wert des Fahrrads und/oder des Fahrradanhängers.
Wenn Ihre Hausratversicherung diesen Zusatztarif nicht enthält, ist ihr Fahrrad nicht im öffentlichen Raum versichert. Sie wären dann lediglich bei Einbruch-Diebstahl aus dem mitversicherten Wohnraum, hauseigener Fahrradkeller und verschlossenem Kellerbereich abgesichert. Zumal in Deutschland täglich ca. 1.000 Fahrräder entwendet werden, sollte man das Fahrrad versichern lassen, wenn man es häufig an öffentlichen Plätzen anschließt. Da die meisten Versicherungen nach Diebstahl den Neuwert des Fahrrads erstatten, lohnt sich der jährliche Zusatzbeitrag in jedem Fall.

So geht’s:

  • Kontaktieren Sie Ihre Hausratversicherung und melden Sie die Anschaffung Ihres Fahrrads und/oder Fahrradanhängers durch Nachweis von Rechnung und Kaufbelegen, inkl. der Belege für Zusatzgeräte.
  • Fragen Sie Ihre Versicherung danach, bei welchen Arten von Diebstahl ihr Fahrrad abgesichert ist und für welche Orte dies gilt.
  • Klären Sie, unter welchen Bedingungen Fahrraddiebstahl versichert ist, insbesondere ob es Vorgaben für die Benutzung bestimmter Fahrradschlösser gibt.
  • Fotografieren Sie Ihr Fahrrad und ggf. den Fahrradanhänger sowie Ihr Fahrradschloss, um der Versicherung auf Nachfrage einen Beleg vorweisen zu können.

Wenn Sie einen Fahrraddiebstahl feststellen, sollten Sie diesen umgehend an Ihre Versicherung melden und alle notwendigen Belege zusenden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel „Fahrraddiebstahl: Wie man den Versicherungsanspruch geltend macht“.

Haben Sie Fragen zum Thema Fahrraddiebstahl und Hausratversicherung? Hinterlassen Sie uns gern einen Kommentar und wir helfen Ihnen weiter!

Katja Nauck war bis November 2016 Social-Media-Managerin bei Friendsurance und verantwortete den Content im Friendsurance Blog. Sie sammelte bereits Erfahrung als Blogredakteurin und Social Media Verantwortliche für verschiedene Startups und Verlage.

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